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Kaum Jobverlust trotz Konjunkturflaute | BR24

© Birgit Harprath, BR

Trotz schrumpfendem Wirtschaftswachstum kaum Jobverluste? Die Bundesagentur für Arbeit meint, die Gründe dafür zu kennen.

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Kaum Jobverlust trotz Konjunkturflaute

Mit der abklingenden Konjunktur kommen Erinnerungen an die Finanzkrise zurück: Damals verloren viele ihren Job. Doch der Arbeitsmarkt zeigt sich bisher robust. Die Bundesagentur für Arbeit beobachtet ein anderes Phänomen.

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Die Stimmung ist nicht gerade gut in vielen Branchen: Weniger Aufträge in vielen Firmen, der Umbau zur digitalisierten Produktion, die Folgen eines möglichen Brexit und der Handelsstreit. Früher klingelten da bei der Bundesagentur für Arbeit die Alarmglocken: Sinkt das Wachstum, steigt die Arbeitslosigkeit. Doch diesmal scheint etwas anders zu sein.

Arbeitslosenquote steigt kaum

Die Nürnberger Behörde beobachtet inzwischen ein ganz anderes Phänomen: Die Konjunktur lahmt und trotzdem steigt die Arbeitslosenquote kaum. Es kommen im Vergleich zum Vorjahr sogar neue Jobs hinzu. Der Arbeitsmarkt erweist sich stabiler als das Wachstum.

Konjunkturunabhängige Arbeitsplätze entstehen

"Die Arbeitgeber sagen, wenn ich den Kollegen jetzt entlasse, weiß ich nicht, ob ich den in vier Monaten wiederkriege", sagt der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele. Auftragseinbrüche hätten deshalb nicht solche Auswirkungen wie früher.

Neben dem Fachkräftemangel gibt es laut der Bundesagentur für Arbeit noch weitere Gründe: Viele Arbeitsplätze entstehen im Gesundheitswesen, bei der Pflege oder Erziehung - Bereiche, die kaum von der aktuellen Konjunkturlage abhängig sind.