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Kaufhof in München
© picture-alliance/dpa
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Kaufhof in München

"Galeria" - deutlich hervorgehoben, etwas kleiner darunter "Karstadt" in blau und "Kaufhof" in grün: Nach und nach soll das neue Logo ab heute an allen Filialen angebracht werden. Die rund 15.000 Beschäftigten von Kaufhof müssen sich noch an etwas anderes gewöhnen. Für sie gilt jetzt nicht mehr der Tarifvertrag des Einzelhandels. Sie müssen sich wohl auf weniger Einkommen einstellen. In allen Gebieten sei man in die sogenannte OT- Mitgliedschaft ("Ohne Tarif") gewechselt. Ein entsprechendes Schreiben der Geschäftsführung von letzter Woche an die Gewerkschaft Verdi liegt dem Bayerischen Rundfunk vor. Die aktuelle wirtschaftliche Situation wird als Grund genannt.

Neuen Kaufhof-Mitarbeitern drohen ungünstige Konditionen

Für die jetzt schon Beschäftigten ändert das erst einmal nichts. Der Tarifvertrag gilt weiter, bis ein neuer ausgehandelt wird. Wer allerdings jetzt erst eingestellt wird, den kann es mit ungünstigeren Konditionen zum Beispiel in puncto Einkommen oder Arbeitszeit treffen. Und: Demnächst startet die Tarifrunde im Einzelhandel. Wird dort ein Lohnplus ausgehandelt, dann gilt es nicht mehr für die Verkäuferinnen, Kassierer oder Lagerkräfte von Kaufhof.

Karstadt-Mitarbeiter verdienen schon jetzt weniger

Die Mitarbeiter von Karstadt bekommen derzeit schon laut Verdi etwa 13 Prozent weniger Gehalt nach einer mit der Gewerkschaft vor Jahren geschlossenen Sanierungsvereinbarung. Die Lücke soll eigentlich bis 2021 geschlossen werden. Mitarbeiter sind skeptisch, ob es dabei bleibt. Die Gewerkschaft ist zu Zugeständnissen nicht bereit. Sie fordert erst einmal, dass die Beschäftigten bei der Suche nach Konzepten für die Zukunft beteiligt werden.