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Kartellamt rügt Mängel bei Online-Vergleichsportalen | BR24

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Kartellamt rügt Mangel bei Online-Vergleichsportalen

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Kartellamt rügt Mängel bei Online-Vergleichsportalen

Ob Reisen, Energie oder Versicherungen. Vergleichsportale können den Verbrauchern helfen, das beste Angebot zu finden. Doch in manchen Fällen können sie den Kunden sogar schaden. Das bemängelt das Bundeskartellamt.

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Online-Vergleichsportale bieten aus Sicht des Bundeskartellamts nicht immer das, was sie versprechen. Bei einer Untersuchung sind die Wettbewerbskontrolleure auf eine Reihe von Mängeln gestoßen. Verbraucher könnten mit Hilfe der Portale zwar bessere und günstigere Leistungen finden. "Wir haben aber auch verbraucherunfreundliche Tricks mancher Portale aufgezeigt", kritisiert Kartellamtspräsident Andreas Mundt.

Vergleichsportale mit Schleichwerbung

Zum Teil komme es zu verbraucherschädigenden Irreführungen, Transparenzverstößen oder Schleichwerbung. Das Kartellamt fordert deshalb mehr Kompetenzen, um solche Verstöße abstellen zu können. Die Wettbewerbsbehörde hatte 36 Vergleichsportale für die Branchen Reisen, Energie, Versicherungen, Telekommunikation und Finanzen genauer unter die Lupe genommen.

Vergleichsportale listen nicht alle Anbieter auf

Bei Versicherungen und Hotels würden teilweise wichtige Anbieter nicht in den Vergleich einbezogen, stellte das Kartellamt dabei fest. Das machten aber nur einige Portale hinreichend transparent. Beim Vergleich von Energie- und Telekommunikationstarifen stellten viele Portale einzelne Angebote vor das eigentliche Ranking ("Position 0"). Dafür erhielten die Portale teilweise Zahlungen von den Anbietern, ohne den Verbraucher darüber zu informieren, dass es sich um Werbung beziehungsweise eine Anzeige handele.

Einzelne Vergleichsportale haben bereits Änderungen vorgenommen

Die Portale konnten zu den Ergebnissen der Untersuchung Stellung nehmen. Dabei hätten sie betont, dass die Verbraucher über die Funktionsweise des jeweiligen Portals bereits hinreichend informiert würden, teilte das Kartellamt weiter mit. Einzelne Portale hätten bereits Änderungen auf ihren Seiten vorgenommen.