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Kaptiallebensversicherung: Garantiezins weiter im Sinkflug

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Kapitallebensversicherung: Garantiezins weiter im Sinkflug

Seit der Finanzkrise 2009 belasten Nullzins oder Negativzinsen die Sparer. Auch Kapitallebensversicherungen sind betroffen. Die Garantieleistungen sanken laufend. Nun soll im Mai eine Verordnung des Finanzministeriums kommen.

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Von
  • Reinhard Weber

Von jetzt 0,9 auf 0,25 Prozent ab Januar 2022 soll der Garantiezins abgesenkt werden, so plant es das Bundesfinanzministerium. Das ist der Zins, den die Versicherer ihren Kunden maximal für Lebensversicherungen, Riesterrenten oder Rüruprenten versprechen dürfen. Er steht zu Vertragsbeginn fest und gilt für die gesamte Laufzeit.

Von 4,0 auf 0,25 in 30 Jahren

In den Neunzigerjahren lag dieser noch bei 4,0 Prozent. Die Absenkung gilt für Neuverträge, laufende Policen sind davon nicht betroffen. Deshalb sollten Kunden Altverträge mit guter Verzinsung auch weiter laufen lassen, so Sascha Straub von der Bayerischen Verbraucherzentrale. Von einem neuen Vertragsabschluss rät er ab. Bereits jetzt rentiere sich die klassische Kapitallebensversicherung mit Garantie nicht mehr, sie sei schon lange tot und die Zinssenkung sei nur der weitere Sargnagel.

Neue Policen mit höheren Risiken

Die Gesellschaften vertreiben inzwischen bereits viele Lebensversicherungspolicen ohne garantierte Verzinsung mit einer Anlage in Aktien. Wurden bislang in der Regel noch Produkte angeboten, die versprachen, am Ende zumindest die eingezahlten Kundengelder zu 100 Prozent auszubezahlen, schwindet auch diese Garantie.

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