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Kann ich jetzt meinen Sommerurlaub buchen? | BR24

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Der nächste Sommerurlaub

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    Kann ich jetzt meinen Sommerurlaub buchen?

    Wie sieht es mit dem nächsten Sommerurlaub aus? Die Kataloge sind voll, die Anbieter werben mit Angeboten. Doch was ist, wenn Corona den geplanten Urlaub unmöglich macht? Welche Rechte haben Reisende?

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    Von
    • Walter Kittel

    Konkrete Urlaubspläne und Reisen ins Ausland schmieden derzeit nur wenige. Der Reiseverband Deutschland geht davon aus, dass die Umsätze bis April nächsten Jahres rund 70 Prozent hinter denen des Vorjahres liegen werden. Trotz Frühbucherkonditionen und flexiblen Umbuchungs- und Stornierungsmöglichkeiten liegen auch die Buchungen für die Sommerferien noch auf sehr niedrigem Niveau.

    Ängste und fehlende Motivation

    Ähnlich wie in ganz normalen Jahren locken Reiseveranstalter auch in diesem Winter wieder mit Frühbucheraktionen. Sie hoffen bereits auf einen Nachholeffekt. Denn in den vergangenen Monaten sind viele, die eigentlich verreisen wollten, aufgrund der Corona-Pandemie zu Hause geblieben oder haben ihren Urlaub in Deutschland verbracht. Für Sonne, Strand, Palmen sowie Schnäppchenpreisen können sich aber weiterhin nur vergleichsweise wenige begeistern. Die aktuelle Pandemielage, mit Reisewarnungen für fast alle Urlaubsländer, zeigt nach wie vor Wirkung. Dass im nächsten Sommer die Lage viel besser sein könnte ist zwar wahrscheinlich, doch für die meisten Reisewilligen offenbar noch nicht Motivation genug, deshalb schon jetzt zu buchen.

    Pauschalreisen bieten mehr Rechte

    Auch die Verbraucherzentrale in Bayern rät zur Vorsicht. Wenn überhaupt, sollte zum jetzigen Zeitpunkt möglichst nur eine Reise mit Rücktrittsrecht gebucht werden. Einige Veranstalter werben mit besonderen Konditionen. Etwa der Möglichkeit, bis zu sieben Tage vor Reiseantritt kostenfrei zu stornieren. Selbst wenn keine Reisewarnung mehr besteht. Verbraucher, die nach einer Buchung trotzdem Ängste oder ein mulmiges Gefühl entwickeln, können so immer noch problemlos absagen, ohne Geld zu verlieren. Grundsätzlich sieht die Verbraucherzentrale in Bayern die Rechte von Pauschalreisenden derzeit besser geschützt als von Individualtouristen. Denn wer pauschal bucht, kann ohnehin grundsätzlich von einem Reisevertrag zurücktreten. Normalerweise wird dann allerdings eine Entschädigungszahlung an den Reiseveranstalter fällig.

    Reisebüros: Großer Informationsbedarf, wenig Buchungen

    Seit dem Lockdown dürfen Reisebüro nicht mehr öffnen, ihre Kunden aber weiter online oder telefonisch beraten. Der Informationsbedarf sei groß, ist von den Reiseverbänden zu hören. Außer Beratung passiert jedoch nicht viel. Denn zur Unterschrift und Buchung entschließen sich am Ende nur vergleichsweise wenige.

    Urlaub in Deutschland wahrscheinlich wieder gefragt

    Aktuell geht der Reiseverband Deutschland davon aus, dass im kommenden Jahr besonders Deutschland als Urlaubsziel wieder gefragt sein wird. Ebenso wie Italien, Österreich, Polen und andere Ziele, die auf dem Landweg erreichbar sind. Zudem würden wieder vermehrt Reisen auf die Kanarischen Inseln registriert. Daneben seien die wenigen Ziele gefragt, die derzeit nicht als Risikogebiet eingestuft werden, wie etwa Kuba. Wer sich trotz Reisewarnung in eine Urlaubsregion begibt, muss nach seiner Rückkehr nach Deutschland 10 Tage in Quarantäne. Frühestens nach dem fünften Tag kann ein PCR-Test gemacht werden. Mit einem negativen Testergebnis kann dann auch vor Ablauf der 10 Tage die Quarantäne beendet werden.

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