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Firmenzentrale von Giesecke&Devrient in München

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    Kampf um die mobile Geldbörse

    Noch zahlen viele gerne in bar. Doch immer mehr Menschen zücken an der Kasse ihre Giro- oder Kreditkarte – oder ihr Smartphone um zu bezahlen. Die Münchener Gelddruckerei Giesecke & Devrient setzt nun auf neue Bezahlsysteme. Von Ralf Schmidberger.

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    An der mobilen Geldbörse wollen viele mitverdienen – Banken, Handyhersteller, Daten-Firmen und Entwickler. Noch ist nicht klar, wer das größte Stück vom Kuchen bekommen wird. Die Deutsche Bank ist jüngst vorgeprescht: ihre Kreditkartenkunden können mit dem Smartphone bezahlen. Einfach die App an ein Lesegerät halten – fertig. Bis 25 Euro geht es sogar ohne Pin. Allerdings funktioniert das nur bei Handys mit Android – also nicht bei iPhones.

    Apple geht eigene Wege

    Apple will ein eigenes System durchsetzen, um so selbst Geld zu machen bzw. um einen direkten Zugriff auf die Daten der Bankkunden zu bekommen. Wollen die Finanzinstitute das System nutzen, müssen sie dafür bezahlen. Das würde die Marge der Banken schmälern. Außerdem wollen sie selbst die Hoheit über die Daten. Denn da sind sich Beobachter einig: es bleibt nicht nur bei der Zahlfunktion. Über das Smartphone sollen auch Bonusprogramme und Rabattaktionen durchgeführt werden. So hat die Bonusfirma Payback eine Bezahlfunktion in ihre App integriert. Die funktioniert jedoch nur bei Partnerhändlern. Experten bezweifeln aber, dass die Kunden mit verschiedenen Apps bezahlen wollen, je nachdem, wo man einkauft.Tatsache ist jedoch, dass der Markt für neue Bezahlsysteme hart umkämpft sein wird.