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Jubiläum: Europas größtes Textilforschungszentrum wird 100 | BR24

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Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung (DITF) werden 100 Jahre alt.

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    Jubiläum: Europas größtes Textilforschungszentrum wird 100

    Jedes Jahr kommen zehn bis zwölf Produkte auf den Markt, in denen Innovationen der Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung (DITF) enthalten sind. Heuer feiern die DITF ihr 100-jähriges Bestehen. Doch die Industrie hat sich stark verändert.

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    Von
    • Monika Köstlin
    • Leonie Thim

    Zum 100-jährigen Bestehen der "Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung" (DITF) in Denkendorf bei Stuttgart erinnert sich Vorstandsvorsitzender Götz Gresser an die Anfänge seiner Firma. "Früher waren unsere Kunden aus der Industrie, klassisch in der Kleidung unterwegs." Jetzt ist es anders. In den letzten Jahren verlagert sich die Klientel des (DITF) hin zu technischen Textilien. Polyamid, Polyester und Co. revolutionierten die gesamte Industrie und damit auch den ursprünglichen Forschungsbereich der DITF.

    Mittlerweile kommt die eine Hälfte der Kunden aus der Textilindustrie, die andere Hälfte aus textilanwendernahen Branchen, wie dem Automobilbau, der Medizintechnik, dem Leichtbau oder auch der Luft- und Raumfahrt.

    Klimaschutz: Polyester, Acryl und Polyamid in der Kritik

    Doch die auf Erdöl basierenden Kunststoffe Polyester oder Polyamid sind in den vergangenen Jahren vermehrt in die Kritik geraten. Einerseits, weil die Polyester-Herstellung sechsmal mehr CO2-Emissionen als Baumwolle verursacht. Andererseits, weil Kleidung aus synthetischen Stoffen bei jedem Waschgang Mikroplastik in den Wasserkreislauf abgeben.

    Umweltschützer und Fair-Fashion-Aktivisten drängen deswegen darauf, den CO-Ausstoß der Modeindustrie zu reduzieren. Möglich sei das zum Beispiel mit alternativen Angebote zu synthetischen Stoffen, wie Cellulosefasern, die neben Nachhaltigkeitsaspekten auch Komfort und -Langlebigkeit bieten sollen.

    Umdenken in der Textilindustrie

    Die Trendwende in der Textilindustrie hin zu biobasierten Rohstoffen ist auch bei den DITF angekommen. Sie entwickeln unter anderem Stoffe aus Chicoree-Wurzeln, die zum Beispiel ein Polyester-Ersatz sein können.

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