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Jetzt vorsorgen: Keine Soforthilfen mehr für Elementarschäden | BR24

© dpa/pa/Andreas Gebert

Von der Flut im Jahr 2016 beschädigtes Gebäude in Simbach am Inn

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Jetzt vorsorgen: Keine Soforthilfen mehr für Elementarschäden

Bei Naturkatastrophen konnten sich Hausbesitzer bisher auf die Solidarität des Freistaates verlassen. Bei Hochwasser etwa gab es Soforthilfen, damit die Betroffenen erst mal das Nötigste zum Leben haben. Doch diese Hilfen gibt es nun nicht mehr.

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Die Hochwasserkatastrophe von Deggendorf hat 2013 an den betroffenen Gebäuden Schäden in Höhe von durchschnittlich 13.800 Euro hinterlassen. Damals sprang der Staat für die betroffenen Hausbesitzer mit Soforthilfen in die Bresche. Manchen sicherte das die Existenz.

Soforthilfen für Elementarschäden ersatzlos gestrichen

Diese Notfallhilfen des Staates soll es ab 1. Juli 2019 nicht mehr geben. Eigenvorsorge sei daher unbedingt nötig, heißt es bei der Verbraucherzentrale Bayern.

"Für jeden Hausbesitzer empfiehlt es sich dringend, eine Elementarschadenversicherung abzuschließen, um im Fall von Hochwasser, Starkregen, Erdrutschen und so weiter einen Versicherungsschutz zu haben." Sascha Straub, Verbraucherzentrale Bayern

Viele Bayern sind bei Elementarschäden unterversichert

Nur gut ein Drittel aller Häuser in Bayern ist nach Auskunft der Verbraucherverbände gegen solche Elementarschäden abgesichert. Das sei deutlich zu wenig, meint der Experten, da ein Schadensfall am Gebäude oft existenzbedrohende Kosten mit sich bringt.

"Man sollte seine bestehende Wohngebäudeversicherung prüfen, ob es dort schon einen Elementarschadenschutz gibt. Wenn nicht, sollte man seine Versicherung kontaktieren und anfragen, ob dort eine Erweiterungsmöglichkeit besteht." Sascha Straub, Verbraucherzentrale Bayern

Hier lohne es sich durchaus, zu vergleichen, erklärt der Verbraucherschützer weiter, weil die Preise bei den verschiedenen Versicherern gerade bei Elementarschadenversicherungen stark voneinander abweichen würden.

Fast alle Gebäude sind versicherbar

Nach neuesten Risikoanalysen sind rund 99 Prozent aller Gebäude in Deutschland versicherbar. Früher waren das deutlich weniger. Vielen Hausbesitzern sollte es daher jetzt möglich sein, Versicherungslücken zu schließen.