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Jameda baut Video-Sprechstunden aus | BR24

© BR/Nikolaus Nützel

Die Telemedizin in Deutschland kommt nicht recht voran. Das will das Online-Arztbewertungsportal Jameda mit Sitz in München ändern. Jameda integriert dafür eine bisherige Tochter, die auf Videosprechstunden spezialisiert ist.

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Jameda baut Video-Sprechstunden aus

Die Telemedizin in Deutschland kommt nicht recht voran. Das will das Münchner Online-Arztbewertungsportal Jameda ändern. Jameda integriert dafür eine bisherige Tochter in das Mutterunternehmen, die auf Videosprechstunden spezialisiert ist.

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Vor einem Jahr hat die Bundesärztekammer für Mediziner das Verbot gekippt, Patienten aus der Ferne zu behandeln, die sie vorher nie gesehen haben – etwa per Video-Sprechstunde. Das 2013 gegründete Unternehmen Patientus ist einer der Anbieter, die die technischen Voraussetzungen dafür anbieten. Vor zweieinhalb Jahren hatte das Arzt-Bewertungsportal Jameda Patientus gekauft. Jetzt gliedert die Online-Arztbewertung den Videosprechstunden-Anbieter vollständig ins Mutterunternehmen ein und will damit bei den Kunden punkten.

"Wir haben gesehen, dass die Video-Sprechstunde oder überhaupt das ganze Thema Telemedizin in Deutschland nicht so richtig vorankommt. Und wir glauben, dass wir als Jameda dort einen Beitrag leisten können, indem wir sowohl Patienten es erleichtern, Termine zu buchen als auch Ärzten es erleichtern, telemedizinische Behandlungen besser in ihren Praxis-Alltag integrieren zu können." Florian Weiß, Geschäftsführer von Jameda

Ärzte zu Jameda gespalten

Jameda gehört seinerseits zum Münchner Medienkonzern Burda – der setzt schon seit einiger Zeit darauf, mit digitalen Angeboten rund um die Medizin Geld zu verdienen. Bei Ärzten stößt Jameda mit seiner Geschäftsstrategie allerdings immer wieder auf ein zwiespältiges Echo. Viele nutzen die Möglichkeit, die eigene Praxis gegen eine Gebühr besonders attraktiv darzustellen – andere empfinden das Portal als zu kommerziell.