BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR
Bildrechte: picture-alliance/dpa

Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, erwartet im Falle einer Vier-Tage-Woche ein deutliches Schrumpfen der Wirtschaftsleistung in Deutschland.

9
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

IW-Chef Michael Hüther ist gegen Vier-Tage-Woche

Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, sprach sich im Interview mit Bayern 2 gegen die Vier-Tage-Woche aus, um ein weiteres Schrumpfen der Wirtschaftsleistung in Deutschland zu verhindern.

9
Per Mail sharen
Von
  • Vanessa Lünenschloß

Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, kritisierte im Gespräch mit Bayern 2 vor allem, dass der Lohnausgleich für eine eventuelle Vier-Tage-Woche zu teuer wäre.

"Es ist ja nicht so, dass die Bereitschaft zur Vier-Tage-Woche mit dem entsprechenden proportionalen Lohnverzicht verbunden ist, sondern, dass man das ausgleicht und dann heißt das nichts anderes, als dass wir 20 Prozent weniger Arbeit überschlägig haben." Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln

Selbst, wenn die Produktivität etwas steige, würde es ein Minus von zehn Prozent bedeuten. "Wir erleben gerade, was das bedeutet, wenn die gesamtwirtschaftliche Leistung um zehn Prozent schrumpft", so Hüther

Weitere Maßnahmen nötig

Aber auch ohne Lohnausgleich lehnt Hüther die Vier-Tage-Woche ab und spricht sich gegen eine bundeseinheitliche Lösung aus. Alternativ schlägt er weitere Maßnahmen nach der Zeit der Kurzarbeit aus. Für Unternehmen etwa, "dass man über beispielsweise eigenkapitalunterstützende Maßnahmen nachdenkt, dass man nachdenkt über steuerliche Maßnahmen, die nochmal, ähnlich dem schon verbesserten Verlustrücktrag, das Geld in den Unternehmen lässt."

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!