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Wirtschaft

Italienische Politiker werben in Zeitung für Corona-Anleihen | BR24

© pa/dpa/Soeren Stache

Italienische Politiker werben per Inserat in der FAZ für Corona-Anleihen

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    Italienische Politiker werben in Zeitung für Corona-Anleihen

    Mit einer ganzseitigen Anzeige in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" werben italienische Politiker um die deutsche Zustimmung zu "Corona-Anleihen" - die gemeinsame Verschuldung aller Euro-Länder also. Berlin hält andere Maßnahmen für geeigneter.

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    Italien glaubt, in der Corona-Krise auf die Solidarität der anderen Euro-Staaten angewiesen zu sein und hält gemeinsame europäische Staatsanleihen für das geeignete Mittel.

    Italien erinnert Deutschland an altes Schuldenabkommen

    Es gehe nicht um die Vergemeinschaftung der öffentlichen Altschulden, heißt es in der FAZ-Anzeige von italienischen Bürgermeistern und Abgeordneten aus verschiedenen Parteien. Es gehe um ausreichende Mittel für einen großen europäischen Rettungsplan, schreiben die Italiener an die "lieben deutschen Freunde". Sie erinnern an das Schuldenabkommen von London aus dem Jahr 1953. Damals hatten 21 Länder Deutschlands Schulden halbiert und den Rest gestundet.

    Deutschland setzt auf Rettungsschirm

    In Berlin hält man andere Maßnahmen für geeigneter wie zum Beispiel den Europäischen Rettungsschirm ESM, der für die Finanzkrise entwickelt wurde und jetzt für Corona-Hilfen genutzt werden könnte. Länder wie Italien und Spanien befürchten aber erhebliche Nachteile, wenn sie wegen der Pandemie auf Sondermittel aus dem ESM zurückgreifen müssten.

    Auch die Europäische Zentralbank wirbt für die Einrichtung von Eurobonds zur Finanzierung von Sonderaufgaben.

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