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Investitionen für Pariser Klima-Vorgaben zu gering | BR24

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Maschinenhaus einer Windkraftanlage

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    Investitionen für Pariser Klima-Vorgaben zu gering

    Der Versicherungskonzern Allianz hat heute zum zweiten Mal seinen Klima- und Energie-Monitor vorgestellt. Die Studie untersucht, wie gut das Investitionsklima in den G20 Staaten für Strom aus Erneuerbaren Energien ist. Von Dirk Vilsmeier

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    Im Wesentlichen richtet sie sich an die Politik, die die Rahmenbedingungen für die Energiewende schaffen muss. Die Bilanz fällt allerdings äußerst durchwachsen aus. So heißt es sinngemäß in der Allianz-Studie: Die Rahmenbedingungen werden immer besser – aber investiert wird nicht ansatzweise genügend.

    Verdopplung der Investitionen nötig

    Wenn es um die in Paris beschlossenen Klima-Vorgaben geht, also um das sogenannte „Zwei-Grad-Ziel“ zu erreichen, müssten die G20-Staaten jährlich 700 Milliarden Dollar investieren, heißt es da. Das entspräche in etwa einer Verdoppelung gegenüber dem Jahr 2015. Die politischen Rahmenbedingungen haben sich zwar deutlich verbessert, so Thomas Liesch, verantwortlich für die Studie. Trotzdem widersprechen sich die Vorgaben teils noch erheblich.

    "Beispielsweise haben alle G20 Länder Unterstützungen noch für fossile Energieträger. Was dem Ziel Erneuerbare Energien auszubauen natürlich widerspricht." Thomas Liesch, Allianz Climate Solutions

    Den größten Investitionsbedarf haben demnach derzeit die Wachstumsmärkte Brasilien, Indien, Indonesien und Südafrika. Wobei sich in Südafrika, so Liesch, bei den politischen Vorgaben viel zum Besseren verändert habe.

    "Auch sehr auffällig war im letzten Jahr, wie China die Solarenergie ausgebaut hat. In China wurde so viel Photovoltaik zugebaut wie in den ganzen anderen G20 Staaten zusammen." Thomas Liesch, Allianz Climate Solutions