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Insolvente Modekette Adler soll verkauft werden | BR24

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Die Adler-Zentrale in Haibach

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    Insolvente Modekette Adler soll verkauft werden

    Das Modeunternehmen Adler mit Hauptsitz in Haibach bei Aschaffenburg soll verkauft werden. Die Adler Modemärkte AG hatte Mitte Januar Insolvenz angemeldet. Zu der traditionsreichen Modekette gehören mehr als 170 Filialen in ganz Europa.

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    Von
    • Carol Lupu

    Die insolvente Modekette Adler soll verkauft werden. Das sagte der als Generalbevollmächtigter eingesetzte Christian Gerloff der Wirtschaftswoche in einem Interview. Das Ziel sei, dass am 1. Juni eine Investmentvereinbarung abgeschlossen wird. Dann soll das Haibacher Unternehmen über ein Investmentverfahren und einen Insolvenzplan neu aufgestellt werden.

    Hoffnung auf E-Commerce

    Im Gegensatz zur bisherigen Marktstrategie wolle Adler über das E-Commerce-Geschäft an den Markt herantreten, was aber bei der Zielgruppe der über 55-jährigen nicht so leicht sein dürfte. "Bis 2023 wollen wir den Onlineumsatz von zehn auf mindestens 60 Millionen Euro steigern“, zitiert die Wirtschaftswoche Vorstandschef Thomas Freude. Gegenüber der örtlichen Zeitung Main-Echo sagt Freude, dass ein neuer Massenkredit von mehreren Millionen Euro zur Verfügung stünde.

    Zahlreiche Interessenten

    Über Warenbestände sei dieser Kredit abgesichert. Es gäbe zahlreiche Interessenten, die als Gesellschafter einsteigen würden, sagte der Adler-Chef. BR24 hatte an diesem Wochenende noch keine Gelegenheit bekommen, mit dem Modeunternehmen zu sprechen. In allem Meldungen geht Adler davon aus, dass die Zahl der Beschäftigten bei 3.300 Mitarbeitern bleibt. Diese Zahl nannte das Unternehmen auch im Januar, als es Insolvenz angemeldet hatte.

    Insolvenzantrag im Januar

    Die börsennotierte Firma hatte Mitte Januar den Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Anchor-Partner Tobias Wahl wurde zum Sachwalter bestellt. Der Grund für die Insolvenz sei die Corona-Pandemie. Adler betreibt aktuell 171 stationäre Modefilialen, davon 142 in Deutschland und beschäftigt 3300 Mitarbeiter. Das Unternehmen zählt zu den größten Textileinzelhandelsketten in Deutschland.

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