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ING-Diba Direktbank mit überraschend gutem Deutschland-Geschäft

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ING-Diba Direktbank mit überraschend gutem Deutschland-Geschäft

Die niederländische Großbank ING hat überraschend gute Zahlen vorgelegt. Vor allem die deutsche Tochter ING-Diba hat immer noch gutes Geld verdient im Corona-Jahr 2020 - trotz starker Konkurrenz durch Banken und Sparkassen.

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Von
  • Felix Lincke

Mit einem Kurssprung reagierte die Aktie der ING Groep in Amsterdam vor allem auf die Zahlen der deutschen Tochter ING-Diba. Mit knapp zehn Millionen Kunden hat die Frankfurter Direktbank, die seit 1965 hier schon tätig ist in vieler Hinsicht die Nase vorn. Als Online-Broker profitierte ING von den Kursturbulenzen im ersten Corona-Lockdown. Viele Kunden investierten mehr in Fonds und handelten mehr mit Aktien, was zu höheren Provisionserlösen führte.

ING-Dibas Wettbewerbsvorteil: Keine Filialen

Die negativen Einlagenzinsen für Banken bei der EZB gab ING zum Teil an die Sparer weiter, was die aber offenbar nicht zu sehr verübelten. Außerdem bietet die Direktbank in Deutschland auch Verbraucherkredite und Immobilienfinanzierungen an sowie die Nutzung von Geldautomaten. Teure Filialen gibt es bei Ihr allerdings nicht. Als Gegenbeispiel könnte man die Commerzbank nennen. Sie hat in Deutschland noch mehr Kunden als ING, verdient aber mit ihnen kein Geld. Das hängt nicht nur mit den aufwändigeren Filialen zusammen. Während die Commerzbank 2020 einen Rekordverlust machte, hat sich bei ING der Gewinn nur halbiert.

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