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Inflationsrate steigt: Energie und Sprit werden teurer | BR24

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Die Benzinpreise in Deutschland sind so hoch wie seit 2019 nicht mehr.

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    Inflationsrate steigt: Energie und Sprit werden teurer

    Mitten im Lockdown sind im März viele Preise deutlich gestiegen. Die Verbraucherpreise legten im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent zu. Das gab das Statistische Bundesamt bekannt. Vor allem Haushaltsenergie und Sprit wurden teurer.

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    Von
    • Felix Lincke
    • Leonie Thim

    Die Inflation in Deutschland kehrt auf den Stand vor der Corona-Pandemie zurück. Trotz anhaltender Krise und einer schwächeren Nachfrage gehen viele Preise inzwischen deutlich nach oben. Die Verbraucherpreise legten im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent zu. Das gab das Statistische Bundesamt nach einer ersten Schätzung bekannt. Im Februar hatte die Inflationsrate noch 1,3 Prozent betragen.

    Energie und Sprit besonders teuer

    So verteuerten sich die Kosten für Energie im März um 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das lag vor allem an dem steigenden Rohölpreis. Dahinter steckt eine Verknappung der Fördermengen, die von den Opec-Ländern ausgeht. Zugleich wetten Spekulanten an den Terminmärkten für Öl bereits auf eine kräftige wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Krise.

    Preisanstieg in D: Zwei Prozent

    Etwas über dem Durchschnitt lag der Preisanstieg bei Waren, während Dienstleistungen und Nahrungsmittel diesmal knapp unter dem Schnitt lagen, der im März 1,7 Prozent betrug. Nach dem harmonisierten Verbraucherpreisindex, der für die Geldpolitik der EZB maßgeblich ist, lag der Preisanstieg in Deutschland sogar bei vollen zwei Prozent. Die Bundesbank rechnet mit einem weiteren Anstieg, der in einigen Monaten sogar bei drei Prozent liegen könnte. Das wäre zu erwarten, wenn es bei einem Erfolg der Impfungen zu deutlichen Lockerungen kommt bei den Corona-Maßnahmen. Die verhindern derzeit noch einen stärkeren Preisanstieg.

    Schlechte Nachrichten für Sparer

    Für Sparer ist die wieder anziehende Inflation bitter. Nach Berechnungen der Commerzbank-Tochter Comdirect lag der Realzins - also der Zins für Spareinlagen nach Abzug der Teuerungsrate - im ersten Quartal 2021 bei minus 1,37 Prozent. Demnach verloren Sparer in Deutschland insgesamt 8,8 Milliarden Euro wegen niedrig verzinster Einlagen.

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