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Infineon: Das Geschäft mit der Autobranche leidet | BR24

© BR/Stephan Lina

Der Halbleiterhersteller Infineon ist bislang besser durch die Corona-Krise gekommen als erwartet. Das zeigen die Quartalszahlen für das Frühjahr. Schwierigkeiten hat der Konzern allerdings mit der Autoindustrie, denn hier fehlen wichtige Umsätze.

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Infineon: Das Geschäft mit der Autobranche leidet

Der Halbleiterhersteller Infineon ist bislang besser durch die Corona-Krise gekommen als erwartet. Das zeigen die Quartalszahlen für das Frühjahr. Schwierigkeiten hat der Konzern allerdings mit der Autoindustrie, denn hier fehlen wichtige Umsätze.

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Infineon leidet unter der Schwäche der Autoindustrie. Denn für den Münchener Halbleiter-Konzern sind die Autokonzerne der wichtigste Abnehmer. Das schlägt sich auch in den Zahlen zum abgelaufenen Quartal nieder: Infineon musste einen deutlichen Gewinnrückgang bekannt geben. Das operative Ergebnis sank im Jahresvergleich um fast ein Drittel - auf 220 Millionen Euro.

Teure Riesenübernahme von Cypress

Zusammengefasst hatte das abgelaufene Quartal für Infineon aber nicht nur Schatten, sondern auch Licht. Auf der einen Seite brachten die Münchener mit dem Kauf des US-Unternehmens Cypress die größte Übernahme der Firmengeschichte unter Dach und Fach.

Auf der anderen Seite kostete dieser Deal auch viel Geld, sodass Infineon unter dem Strich erstmals seit Jahren sogar einen Quartalsverlust melden musste. Dieser lag bei 128 Millionen Euro.

Einziger Lichtblick im Automotivegeschäft: das Elektroauto

Operativ hingegen konnte sich der Konzern in der Gewinnzone behaupten, wenngleich es auch hier einen spürbaren Rückgang gab, der insbesondere der Schwäche der Autoindustrie und damit der wichtigsten Kundengruppe geschuldet war.

Einziger Lichtblick im Autogeschäft waren Komponenten für elektrische Fahrzeuge, wo es einen leichten Zuwachs gab.

Restliche Sparten von Infineon stabil

Die anderen Sparten des Konzerns, etwa Halbleiter für industrielle Anwendungen, zeigten sich hingegen stabil. Konzernchef Reinhard Ploss war deshalb zufrieden. Infineon habe die Krise bisher gut bewältigt und verfüge über ein robustes Geschäftsmodell. Zudem sehe man eine Stabilisierung im Automarkt, während der Trend zu mehr Digitalisierung das Geschäft insgesamt anschiebe.

Für das laufende Abschlussquartal des Infineon-Geschäftsjahres zeigte sich Ploss deswegen vorsichtig optimistisch.

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