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Industrieproduktion so schwach wie in der Finanzkrise | BR24

© BR / Felix Lincke

Industrieproduktion so schwach wie in der Finanzkrise

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Industrieproduktion so schwach wie in der Finanzkrise

Handelskonflikte und eine schwächelnde Weltwirtschaft machen der deutschen Industrie zu schaffen. Sie hat im Dezember um 6,8 Prozent weniger produziert als im Vorjahr. Das hatte es zuletzt 2009 gegeben. Und das Coronavirus sorgt zudem für Unruhe.

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Der deutschen Industrie fehlt es an Aufträgen, es kommen immer weniger neue Bestellungen. Deshalb haben viele Unternehmen vorsorglich ihre Produktion heruntergefahren. Im Dezember hat sich der Abwärtstrend weiter verstärkt, es wurden fast drei Prozent weniger Waren hergestellt als im November.

Exporte trotzdem auf Rekordniveau

Dennoch wurde erneut mehr exportiert. Im Gesamtjahr konnten die Exporte immer noch um 0,8 Prozent zulegen und erreichten mit 1,33 Billionen Euro abermals ein Rekordniveau. Allerdings hat sich das Wachstumstempo der Exporte 2019 deutlich verlangsamt. Unterm Strich bleibt aber ein deutlicher Überschuss von Aus- und Einfuhren, der sich im Gesamtjahr auf 213 Milliarden Euro beläuft.

Negative Auswirkungen durch Corona-Virus befürchtet

Die Export-Zahlen könnten noch viel besser sein, wenn der Handelskonflikt zwischen den USA und China nicht den Welthandel belastet hätte. Der Bundesverband der Deutschen Industrie erwartet deshalb erneut wenig Wachstum und befürchtet negative Auswirkungen durch das Coronavirus. Das erschwert den Absatz deutscher Produkte in China, dem wichtigsten Handelspartner von Deutschland. Dort könnte wegen der Epidemie die Nachfrage wegbrechen.

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