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Immer weniger Bäcker und Metzger: Stirbt das Handwerk aus? | BR24

© dpa-Bildfunk/Daniel Karmann

Die Zahl der Bäckereien und Metzgereien ist in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen.

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    Immer weniger Bäcker und Metzger: Stirbt das Handwerk aus?

    Innerhalb der letzten zehn Jahre sind ungefähr 30 Prozent der Metzgereien und Bäckereien Deutschland verschwunden. Laut Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) werden mehr Betriebe geschlossen als eröffnet. Es fehlen vor allem Auszubildende.

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    Viele Bäcker, aber auch Metzger geben auf:  Innerhalb von zehn Jahren sind unter dem Strich jeweils etwa 30 Prozent der Betriebe in Deutschland verschwunden. Das geht aus Daten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) hervor. "Seit einigen Jahren schließen im Bäcker- und Fleischerhandwerk jedes Jahr mehr Betriebe, als neue eröffnet werden", sagte Herbert Dohrmann, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Fachverbände des Lebensmittelhandwerks der Deutschen Presse-Agentur.

    Nicht nur Discounter bedrohen das Lebensmittelhandwerk

    Waren im Jahr 2008 bundesweit rund 15.337 Bäckereien in der Handwerksrolle eingetragen, waren es Ende 2018 noch 10.926. Die Zahl der Metzgereibetriebe verringerte sich im selben Zeitraum laut ZDH von 18.320 auf 12.897. Nicht nur Bürokratie und Konkurrenz von Discountern und Supermärkten belasten die beiden großen Zweige des Lebensmittelhandwerks.

    Immer weniger junge Menschen wollen Bäcker oder Metzger werden

    Vor allem der Fachkräftemangel und das gesunkene Interesse von Schulabgängern an einer Lehre bereiten den Betrieben Sorge. "Das Problem ist der Mangel an qualifiziertem Personal und an Nachwuchskräften, aus denen eine neue Generation von Inhabern entstehen müsste", sagte Dohrmann.

    2018 fehlten 1.800 Auszubildende in Metzgereien und Bäckereien

    Laut dem Bundesinstitut für Berufsbildung mangelte es den Bäckereien im vergangenen Jahr mit 906 nicht vergebenen Ausbildungsstellen an Nachwuchs. Bei den Fleischereien fehlten 894 Azubis.