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Immer mehr Strom aus Erneuerbaren Energien | BR24

© Dirk Vilsmeier, BR

Die Erneuerbaren haben mehr Anteil am Strom als Braunkohle, Steinkohle und Erdgas zusammen. Doch zuletzt hat sich die Stromerzeugung nicht nur zu den Erneuerbaren verschoben.

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Immer mehr Strom aus Erneuerbaren Energien

Die erneuerbaren hängen die konventionellen Energieträger ab: Sie erzeugen mehr Strom als Braunkohle, Steinkohle und Erdgas zusammen. Doch zuletzt hat sich die Stromerzeugung nicht nur zu den Erneuerbaren verschoben.

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Seit mittlerweile sechs Monaten am Stück erzeugen die Erneuerbaren Energien in Deutschland mehr Strom als Braunkohle, Steinkohle und Erdgas zusammen. Das geht aus Zahlen des Fraunhofer Institutes für solare Energiesysteme hervor. Damit haben die Erneuerbaren die konventionellen Energieträger dauerhaft überholt – zumindest was die Nettostromerzeugung angeht.

Etwa die Hälfte des Stroms aus Erneuerbaren

Im August lag der sogenannte Nettostromanteil der Erneuerbaren damit bei gut 45 Prozent in Deutschland. Immer häufiger können die Erneuerbaren auch stundenweise den gesamten Stromverbrauch in Deutschland abdecken. Beispielsweise an Wochenenden oder Feiertagen.

Im vergangenen März lag der Anteil der Erneuerbaren an der Nettostromerzeugung in Deutschland sogar bei knapp 65 Prozent, berichtet das Fraunhofer ISE. Dieser Rekord gehe vor allem auf das Konto der Windenergie.

Anteil der Gaskraftwerke steigt

Aber nicht nur zugunsten der Erneuerbaren hat sich in letzter Zeit die Stromerzeugung verschoben. Auch der Anteil der Gaskraftwerke ist deutlich gestiegen. Im August erzeugten Gaskraftwerke beispielsweise rund 30 Prozent mehr Strom als im Vorjahr.

Teure CO2-Zertifikate drücken die Braunkohle

Das liegt daran, dass Kohlekraftwerke derzeit nicht mehr so häufig zum Einsatz sind. Im August halbierte sich beispielsweise die von Steinkohlekraftwerken erzeugte Strommenge im Vergleich zum Vorjahr. Bei Braunkohle ging es um rund ein Drittel runter. Hauptursache ist die erhebliche Verteuerung von CO2-Emissionszertifikaten.