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IG Metall will sichere Jobs und mehr Qualifizierung durchsetzen | BR24

© BR / Birgit Harprath

IG Metall will ein Lohnplus – Arbeitgeber üben Kritik

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IG Metall will sichere Jobs und mehr Qualifizierung durchsetzen

Die IG Metall in Bayern hat den Startschuss in die Tarifrunde für die rund 870.000 Beschäftigten der Branche gegeben und ihre Forderungen diskutiert: In erster Linie den Erhalt von Arbeitsplätzen. Auch die Arbeitgeber haben reagiert.

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Noch gibt es keine konkreten Zahlen. Die IG Metall in Bayern will zunächst die Meinung der Mitglieder in den Firmen einholen, teilte sie dem Bayerischen Rundfunk auf Anfrage mit. Eines aber gibt die Tarifkommission vor: Trotz Konjunkturdelle und massiven Problemen der für Bayern wichtigen Autobranche will die Gewerkschaft sich beim Lohn nicht zurückhalten und schon gar nicht auf eine Erhöhung der Einkommen ganz verzichten.

Nach wie vor erwirtschafteten die Unternehmen mit ihren Beschäftigten gute Renditen. Die Wirtschaft wachse zurzeit noch dank des privaten Konsums. Ein Einkommensplus stärke die Kaufkraft.

Arbeitsplätze durch Qualifizierung erhalten

Auch die bayerischen Metaller wissen, was sich in der Autoindustrie und im Maschinenbau gerade abspielt. Deshalb wollen sie mit den Arbeitgebern auch über das Thema Beschäftigung reden und wie man Arbeitsplätze erhalten kann – als Beispiel wird die Qualifizierung genannt. Auch das soll in der Forderung am Ende auftauchen. Dafür gibt es vom Gegenüber erst einmal ein Lob.

Arbeitgeber mit Lob und Kritik

Der Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie begrüßt, dass die Sicherheit von Arbeitsplätzen am Verhandlungstisch ein Thema sein soll. Wenig begeistert allerdings sind die Arbeitgeber darüber, wie die IG Metall die Konjunkturlage einschätzt. Das sei keine Delle. Die Branche stecke in Bayern in einer Rezession. Den Spielraum, in der anstehenden Tarifrunde etwas zu verteilen, bezeichnet der Verband als eng. Mitte März werden beide Seiten ihre Argumente beim ersten Treffen am Verhandlungstisch austauschen.