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IG Metall warnt vor Stellenabbau bei Osram | BR24

© Birgit Harprath, BR

Die Offerte des österreichischen Chipherstellers AMS sieht die IG Metall skeptisch. Sie warnt vor Stellenabbau

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IG Metall warnt vor Stellenabbau bei Osram

Die Aktionäre von Osram haben jetzt die Wahl: Nicht nur die Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle, auch der österreichischen Chiphersteller AMS will Osram übernehmen. Die IG Metall ist den Bietern aus Österreich gegenüber skeptisch.

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6.800 Beschäftigte arbeiten für das Unternehmen in Deutschland – auch in Eichstädt, München und vor allem Regensburg. Sich allein zu den Standorten zu bekennen, reicht der Gewerkschaft deshalb nicht. Ihr geht es um die Zahl der Mitarbeiter.

AMS spricht von Mitarbeiterabbau

AMS Finanzchef Michael Wachsler-Markowitsch hat nun erklärt: Am Ende des Tages werde es zu einem Mitarbeiterabbau kommen müssen – das sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Was der IG Metall fehlt, ist eine rechtlich belastbare Garantie, dass nach der möglichen Übernahme keinem Beschäftigten betriebsbedingt gekündigt wird. Dazu sei AMS nicht bereit gewesen. Unter den gegenwärtigen Bedingungen lehnt die Gewerkschaft deshalb eine Übernahme durch die Österreicher ab.

IG Metall fürchtet "Synergieeffekte" auf Kosten der Mitarbeiter

Die Österreicher hätten dagegen von Synergieeffekten gesprochen. Die Gewerkschaften fürchten, dass das auf Kosten der Mitarbeiter geht. Irene Schulz, Mitglied im geschäftsführenden Vorstand der IG Metall und für die Gewerkschaft im Aufsichtsrat von Osram, spricht gegenüber dem Bayerischen Rundfunk auch die Größe des potentiellen Käufers aus Österreich an.

"Ein David übernimmt einen Goliath: AMS ist ein kleines Unternehmen mit 9000 Beschäftigten und 1,5 Milliarden Umsatz. Osram hat 26.000 Beschäftigten und vier Milliarden Umsatz. Da bleiben für uns die Fragen nach einem strategischem Konzept, Integrationskraft, Finanzierungskraft für das weitere Geschäft." Irene Schulz, Vorstandsmitglied der IG Metall