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IG Metall und Bund Naturschutz fordern Investitionsprogramm | BR24

© BR / dpa-Bildfunk, Roland Holschneider

Wirtschaftsumbau, Staatsbeteiligungen, Umweltschutz, Beschäftigungsgarantien: IG Metall und Bund Naturschutz legen gemeinsames Papier vor.

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    IG Metall und Bund Naturschutz fordern Investitionsprogramm

    In einem staatlichen „Investitionsprogramm Nachhaltigkeit“ sollen Konjunkturmaßnahmen mit Klimazielen und dem Schutz natürlicher Ökosysteme verbunden werden. Das fordern IG Metall Bayern und Bund Naturschutz Bayern in ihrem Positionspapier.

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    Konkret fordern IG Metall und Bund Naturschutz einen Ausbau der Schieneninfrastruktur, eine Erweiterung des öffentlichen Personennahverkehrs, Investitionen in die Ladeinfrastruktur für E-Mobilität und die energetische Gebäudesanierung. Außerdem einen dezentralen Ausbau erneuerbarer Energien als „Bürgerenergiewende“ sowie Umweltinnovationsprogramme für Produktionsverfahren und Förderprogramme zur Dekarbonisierung der Industrie.

    "Wir müssen das Geld für den Wiederaufbau der Wirtschaft so einsetzen, dass wir den Klimawandel stoppen und einen fairen Wandel in Gang setzen können – mit Beschäftigungsgarantien, sozialer Sicherheit und mehr Mitbestimmung. Das ist wegen Corona sogar noch wichtiger. Denn die Sorgen der Beschäftigten wachsen." Johann Horn, IG Metall Bayern

    Es gehe darum, „den wirtschaftlichen Wiederaufbau als Aufbruch in eine krisensicherere, sozial und ökologisch nachhaltige Wirtschaftsform anzulegen“, heißt es in dem Papier.

    "Statt neuer Straßenbauprojekte muss die Erhaltung der bestehenden Infrastruktur in den Vordergrund gestellt werden. Wir fordern den Stopp aller Straßenbauprojekte in Bayern und stattdessen den Wiederaufbau einer krisensicheren Krankenhaus- und Pflegeinfrastruktur. Die Fehler früherer Krisen dürfen sich nicht wiederholen." Richard Mergner, Bund Naturschutz Bayern

    Staatsbeteiligungen begrüßt

    IG Metall und Bund Naturschutz begrüßen zudem die Möglichkeit von Staatsbeteiligungen, um notwendige Umbauprozesse der Wirtschaft zu unterstützen. Weiter heißt es in dem Papier: „Rettungsschirme dürfen aber nicht dazu führen, dass die Gewinne von Unternehmen in guten Zeiten unangetastet bleiben, während in schlechten Zeiten die Verluste durch die Gesellschaft übernommen werden. Unternehmen müssen vielmehr verpflichtet werden, bestehende Mitbestimmungsrechte zu achten, soziale Standards einzuhalten und ihre Geschäftsmodelle kompatibel mit dem 1,5-Grad-Ziel zu gestalten.“