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IG Metall ruft Atos-Mitarbeiter in Fürth zum Warnstreik auf | BR24

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Beim IT-Unternehmen Atos sind heute viele Computer stillgestanden. Rund 600 Beschäftigte sind dem Aufruf der IG Metall zum Warnstreik gefolgt.

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IG Metall ruft Atos-Mitarbeiter in Fürth zum Warnstreik auf

Rund 1.000 Beschäftigte des IT-Unternehmens Atos sind heute zu einem Warnstreik in Fürth aufgerufen. Die IG Metall kritisiert den Konzern, einen Firmenumbau zum Nachteil der Beschäftigten zu planen.

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Der Protest richtet sich laut IG Metall dagegen, dass der Konzern einen notwendigen Firmenumbau vor allem auf Kosten der Beschäftigten plane, dabei aber keinen langfristigen Plan mit gesicherter Finanzierung vorzuweisen habe.

Verhandlungen mit Firmenleitung drohen zu scheitern

Morgen sollen die finalen Verhandlungen zwischen dem Atos-Betriebsrat und der Firmenleitung in Hamburg stattfinden. Der Warnstreik in Fürth sei Teil einer deutschlandweiten Streikaktion, da die Verhandlungen zu scheitern drohten, so Bianka Möller, zweite Bevollmächtigte der IG Metall Westmittelfranken.

Laut IG Metall sollen die Beschäftigten auf Gleitzeitkonten verzichten oder Kappungen hinnehmen, das Weihnachtsgeld soll befristet reduziert und die Reisezeitvergütung gekürzt werden. "Zukünftig will man nur noch 70 Prozent der Tariferhöhungen an die Beschäftigten direkt weitergegeben, 30 Prozent nach Gutdünken der Geschäftsleitung", heißt es in dem Streikaufruf der IG Metall Westmittelfranken weiter.

IG Metall und Gesamtbetriebsrat fordern nachhaltigen Umbau

Zudem sollen auch fünf sogenannte Zeitausgleichstage geopfert werden. Für diese hätten die Beschäftigten bereits auf 1,9 Prozent Tariferhöhung verzichtet. Dafür sollten rund 2.000 Arbeitsplätze erhalten werden. Die IG Metall fordert dagegen gemeinsam mit dem Gesamtbetriebsrat einen nachhaltigen Umbau mit ausschließlich sozialverträglichen Maßnahmen sowie Beschäftigungssicherung.

Weitere Forderung: Tarifvertrag für duales Studium

Zudem sollten auch die zukünftigen Möglichkeiten für Auszubildende geregelt werden, etwa mit einem Tarifvertrag für Dual-Studierende.

Insgesamt hat Atos nach eigenen Angaben 25 Standorte in Deutschland. Weltweit hat das börsennotierte IT-Unternehmen mit Hauptsitz in Paris rund 110.000 Mitarbeiter.

Zwei Demonstrationszüge sind am Vormittag an den Atos-Standorten geplant.