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IG Metall hält sich mit Kritik an Siemens zurück | BR24

© BR / Birgit Harprath

IG Metall hält sich mit Kritik an Siemens zurück

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IG Metall hält sich mit Kritik an Siemens zurück

Auch wenn Siemens sich für die Annahme des umstrittenen Auftrages einer australischen Kohlemine entschieden hat: Die Diskussionen darüber gehen weiter. Die IG Metall ist im Aufsichtsrat vertreten. Auch sie muss sich der Diskussion stellen.

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Mit harscher Kritik am Siemensvorstand und ihrem Chef hält sich die IG Metall eigentlich selten zurück – ob es um Personalabbau geht oder auch die Strategie des Konzerns. Diesmal jedoch stärkt die Gewerkschaft Siemens-Chef Joe Kaeser den Rücken.

Festhalten am Australienauftrag richtig

Die Entscheidung, den Auftrag in Australien nicht zurückzugeben, bezeichnet Hagen Reimer, Betreuer des Konzerns bei der Gewerkschaft und Mitglied im Aufsichtsrat von Siemens, als richtig. "Man muss Siemens weiter als verlässlichen Partner bekannt machen, der zu Aufträgen steht, wenn die Aufträge erst einmal unterschrieben sind", sagt Reimer. Damit bewegt sich der Gewerkschafter auf der Linie Joe Kasers.

Mehr Kontrolle gefordert

Dass der Konzern auch kleinere Aufträge künftig besser prüfen will, dass begrüßt die IG Metall. Die Kontrolle sollte ausgeweitet und mehr auf das Thema Nachhaltigkeit geachtet werden. Für nicht ganz so sinnvoll hält IG Metall Aufsichtsrat Reimer das Angebot des Siemenschefs an die Klimaaktivistin Luisa Neubauer, in das Kontrollgremium bei Siemens Energy einzuziehen:

"Weil natürlich im Aufsichtsrat ein gewisses Know-how vorhanden sein muss, das dann die Frau Neubauer sich erst mühsam erarbeiten müsste neben ihren ganzen anderen Aktivitäten. Ich weiß nicht, ob sie da wirklich die geeignete Person wäre, um die Geschicke von solch einem Unternehmen mitzusteuern letztlich strategisch." Hagen Reimer, IG-Metall

Mit der Absage Neubauers hat sich dieses Problem allerdings erledigt.

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