Zurück zur Startseite
Wirtschaft
Zurück zur Startseite
Wirtschaft

IG-Metall Chef Hofmann kritisiert Conti | BR24

© BR / Birgit Harprath

Der geplante Personalabbau bei Continental löst auch bei der IG Metall Kritik aus. Conti will in Deutschland 7000 Stellen streichen und auch das Werk in Roding dicht machen. Der IG-Metall Vorsitzende Jörg Hofmann bezeichnet dies als "billige Masche".

20
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

IG-Metall Chef Hofmann kritisiert Conti

Der geplante Personalabbau bei Continental löst auch bei der IG Metall Kritik aus. Conti will in Deutschland 7000 Stellen streichen und auch das Werk in Roding dicht machen. Der IG-Metall Vorsitzende Jörg Hofmann bezeichnet dies als "billige Masche".

20
Per Mail sharen
Teilen

Der Zulieferer bekommt den geringen Absatz von Fahrzeugen und den Umbau hin zu neuen Antriebswegen zu spüren. Entsprechend sollen in Deutschland 7.000 Stellen gestrichen und das Werk im bayerischen Roding 2024 geschlossen werden. Gegenüber dem Bayerischen Rundfunk übt der erste Vorsitzende der Gewerkschaft, Jörg Hofmann, Kritik:

"Was hier passiert ist doch nichts anderes, als dass man die Gelegenheit in einer abflauenden Automobilkonjunktur und im vor uns stehenden Strukturwandel nutzt, Arbeitsplätze in Deutschland abzubauen und gleichzeitig in Billiglohnländern Arbeitsplätze aufzubauen. Das ist ehrlich gesagt eine billige Masche." (Jörg Hofmann, Vorsitzender der IG-Metall)

Falsches Signal für Klimaschutz

Es sei unverantwortlich auch unter dem Aspekt des Klimaschutz es, kritisierte Hofmann.

"Es ist extrem notwendig, dass wir in Deutschland den Beweis antreten, dass der Umbau der Industrie in CO2-freie Produktion und Prozesse eben nicht mit Arbeitslosigkeit, sondern mit Wachstum und Beschäftigung verbunden wird." (Jörg Hofmann, Vorsitzender der IG-Metall)

Nur dann erzeuge dies eine Ausstrahlungskraft auch außerhalb Deutschlands. Das bringe auch Chancen. Es beweise, dass die deutsche Industrie eben auch Klimaschutz kann und auf den Exportmärkten weiter Erfolge hat, so der IG-Metall Chef. Die Gewerkschaft fordert ein Alternativkonzept für den Standort Roding. Sie sieht Chancen, dort zum Beispiel auch Teile für den Elektro- und Hybridmotor zu fertigen. Auch der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger will versuchen, das Werk in Roding zu erhalten und nannte die Pläne von Conti unanständig.