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Ifo-Umfrage: Beispiellose weltweite Rezession erwartet | BR24

© BR/Felix Lincke

Das Ifo-Institut geht davon aus, dass die weltweite Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um fast zwei Prozent schrumpfen wird. Grundlage für die Aussage ist eine Umfrage in 110 Ländern. Besonders hart trifft es demnach die Eurozone und die USA.

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Ifo-Umfrage: Beispiellose weltweite Rezession erwartet

Das Ifo-Institut geht davon aus, dass die weltweite Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um fast zwei Prozent schrumpfen wird. Grundlage für die Aussage ist eine Umfrage in 110 Ländern. Besonders hart trifft es demnach die Eurozone und die USA.

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Fast die ganze Welt wird vom Coronavirus in eine bisher beispiellose Rezession gestürzt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Münchener Ifo-Instituts, an der 1.000 Experten in 110 Ländern teilnahmen. Die Weltwirtschaft insgesamt wird demnach in diesem Jahr um 1,9 Prozent schrumpfen - wobei sich einige Werte aus der Umfrage schon wieder verschlechtert haben.

Realität übertrifft pessimistische Umfrage-Erwartungen

Die vom Ifo-Institut befragen Experten sagten für Deutschland und Frankreich noch einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um fünf Prozent voraus. Dieser Wert ist mittlerweile überholt, weil die Regierungen beider Länder inzwischen von einem noch größeren Einbruch ausgehen.

Besonders negativ sehen die Experten die Entwicklung in Europa, vor allem in Italien. Aber auch die USA und Brasilien müssten mit einem Rückgang um mehr als vier Prozent rechnen. Auch in China und Indien geht die Wirtschaftsleistung deutlich hinunter, dort bleibt aber unterm Strich immer noch ein leichtes Plus beim Wachstum.

Zentrale Frage nach der Erholung der Wirtschaft

Kernfrage sei, wie schnell sich die einzelnen Länder vom Corona-Schock erholen können, so das Ifo-Insitut. Große Probleme seien dabei der Rückgang von Investitionen und Produktionsstopps bis hin zu Betriebsschließungen. Die Staatsdefizite würden steigen und die Konsumausgaben sinken.

Als Staatshilfen schlagen die Experten Hilfskredite vor, die Aussetzung von Steuerzahlungen und auch eine vorübergehende Senkung der Umsatzsteuer. Nicht empfohlen werden dagegen Helikoptergeld oder Einkaufsgutscheine für alle.

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