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ifo-Index: Abschwung macht eine Pause | BR24

© BR / Ralf Schmidberger

Die deutsche Wirtschaft zeigt sich etwas optimistischer als zuletzt. Der viel beachtete ifo-Geschäftsklimaindex ist im September etwas gestiegen. Das Münchner ifo-Institut sieht darin aber noch keine Trendwende bei der Konjunkturentwicklung.

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ifo-Index: Abschwung macht eine Pause

Die deutsche Wirtschaft zeigt sich etwas optimistischer als zuletzt. Der viel beachtete ifo-Geschäftsklimaindex ist im September etwas gestiegen. Das Münchner ifo-Institut sieht darin aber noch keine Trendwende bei der Konjunkturentwicklung.

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Hatte der ifo-Geschäftsklimaindex im August den niedrigsten Stand seit sieben Jahren erreicht, gibt es jetzt wieder einen kleinen Lichtblick. Das aus einer Umfrage unter 9.000 Betrieben monatlich ermittelte Konjunkturbarometer ist um 0,3 auf 94,6 Punkte gestiegen. Die Wirtschaftsentwicklung bleibt aber schwach, heißt es beim ifo-Institut.

"Die jetzige Stabilisierung beim ifo-Index ist keine Trendwende. Aber sie signalisiert immerhin, dass die Wirtschaft nicht abstürzt." Clemens Fuest, ifo-Präsident

Dienstleister geben Auftrieb

Auffällig ist: die Branchen entwickeln sich unterschiedlich. Vor allem Dienstleister etwa aus der Gastronomie und im Immobiliensektor sind zuversichtlicher. Auch auf dem Bau rechnen die Firmen mit einem noch besseren Geschäft.

Industrie weiter angeschlagen

Düster sieht es dagegen bei der Industrie aus, die für die exportorientierte deutsche Wirtschaft sehr wichtig ist. Hier kennt das Geschäftsklima nur eine Richtung: abwärts. Nach der Autoindustrie klagen nun auch verstärkt Unternehmen aus der Chemie und der Elektrotechnik über schwache Geschäfte.

"Die Industrie leidet unter der weltweiten Wirtschaftsentwicklung und den politischen Unsicherheiten wie Handelskonflikt und Brexit-Chaos." Clemens Fuest, ifo-Präsident

Lange Gesichter gibt es derzeit aber auch beim Handel.

Dennoch: Wachstum erwartet

Die ifo-Forscher gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaftsleistung im auslaufenden Quartal zum zweiten Mal in Folge sinkt und damit laut Definition eine Rezession erlebt. Sie erwarten aber, dass die Wirtschaft im Herbstquartal wieder leicht wächst. Allerdings nur, wenn es keinen harten Brexit gibt und sich der Handelskonflikt nicht weiter verschärft.