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IAB-Prognose: 2,5 Mio Kurzarbeiter, drei Mio Arbeitslose | BR24

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Arbeitsmarktforscher erwarten die schwerste Wirtschaftskrise in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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    IAB-Prognose: 2,5 Mio Kurzarbeiter, drei Mio Arbeitslose

    Ein Einbruch der Wirtschaftsleistung, deutlich mehr Arbeitslose und Millionen Kurzarbeiter: Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung mal ein düsteres Bild von dem, was die Corona-Krise in Deutschlands Wirtschaft anrichtet.

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    Von
    • Peter Althammer

    "Schwerste Rezession der Nachkriegsgeschichte"

    Die Corona-Krise stellt die deutsche Wirtschaft vor die schwerste Prüfung nach dem Krieg: Das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) erwartet im Jahresschnitt 2,5 Millionen Kurzarbeiter, einen Einbruch der deutschen Wirtschaftsleistung im Jahr 2020 um 8,4 Prozent, dazu in der Spitze drei Millionen Arbeitslose. "Die deutsche Wirtschaft stürzt in die schwerste Rezession der Nachkriegsgeschichte", heißt es in einem Bericht des Forschungsinstituts der Bundesagentur für Arbeit.

    In der Spitze mehrere Millionen Kurzarbeiter

    In der Spitze könnte die Zahl der Kurzarbeiter nach Schätzungen anderer Institute auf mehrere Millionen steigen. Erste Zahlen will die Bundesagentur für Arbeit am 30. April bekanntgeben.

    "Die Werte fallen deutlich drastischer aus als in den Frühjahrsprognosen vom März dieses Jahres, als etliche Informationen, etwa zum Fortgang der Eindämmungsmaßnahmen, zum Produktionsstopp in der Automobilindustrie, zur Aussetzung der Vermögensprüfung in der Grundsicherung und zu vielen internationalen Entwicklungen, noch nicht verfügbar waren" Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

    Die früheren Prognosen waren noch davon ausgegangen, dass der Wirtschaftseinbruch kürzer und weniger heftig ausfallen würde.

    Globale Wirtschaftskrise nicht auszuschließen

    Das Szenario des IAB geht davon aus, dass die Wirtschaft bis Jahresende wieder weitgehend hochfährt. Es sei jetzt aber auch nicht mehr auszuschließen, dass sich die derzeitige Rezession zu einer globalen, systemischen Krise auswachsen könnte. Dabei würden immense und langanhaltende Schäden in der Real- und Finanzwirtschaft entstehen.

    Bei zügiger Öffnung der Wirtschaft günstigerer Verlauf

    Ein günstigerer Verlauf würde sich dagegen ergeben, sollte sich eine zügige Öffnung der Wirtschaft – auch weltweit – mit angemessenen Regeln für den Gesundheitsschutz als gangbarer Weg herausstellen, glauben die Nürnberger Forscher. Dies wäre etwa auch der Fall, sollten unerwartet schnell ein Impfstoff oder eine effektive Behandlungsmethode bereitstehen.