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Für die allermeisten Betriebe hat sich die Produktivität durch Homeoffice nicht verschlechtert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

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Studie: Homeoffice lässt Produktivität kaum sinken

Für die allermeisten Betriebe hat sich die Produktivität durch Homeoffice nicht verschlechtert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

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Oliver TubenauerOliver Tubenauer
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Rund 60 Prozent der Betriebe, die in der Pandemie mindestens einem Beschäftigten Homeoffice ermöglicht haben, gaben an, dass die Arbeit im Homeoffice meist keine Auswirkungen auf die Produktivität ihrer Beschäftigten hat, so das Ergebnis einer Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Weit mehr positive Erfahrungen als negative mit dem Homeoffice

Insgesamt 22 Prozent der befragten Betriebe bewerten die Auswirkungen auf die Produktivität sogar als positiv. Lediglich 13 Prozent geben an, dass die Produktivität sich durch Homeoffice verschlechtert habe. Insgesamt bewerten gut 40 Prozent der Betriebe, die in der Pandemie mindestens einem Beschäftigten Homeoffice ermöglichten, ihre Erfahrungen mit dem Homeoffice seit Pandemiebeginn als sehr oder eher positiv und 17 Prozent als negativ.

Unternehmen wollen Homeoffice-Angebot trotzdem zurückfahren

Die Ergebnisse dieser Umfrage, die zwischen dem 2. und dem 16. November durchgeführt wurde, stehen allerdings in einem gewissen Widerspruch zu einer anderen IAB-Studie vom Juli dieses Jahres. Diese hatte ergeben, dass zwei Drittel der Betriebe angaben, das Homeoffice-Angebot nach der Pandemie auf das Vorkrisenniveau zurückbringen zu wollen. Jeder zehnte Betrieb wollte laut der damaligen Befragung das Angebot sogar unter den Stand vor der Krise bringen.

Innerbetriebliche Kommunikation leidet

Den Grund dafür vermuten die IAB-Forscher in den negativen Auswirkungen auf die innerbetriebliche Kommunikation. 70 Prozent der Großbetriebe mit 250 und mehr Beschäftigten hatten angegeben, dass die Ausweitung des Homeoffice-Angebots während der Pandemie den Austausch zwischen den Beschäftigten beeinträchtigt habe. Bei Kleinstbetrieben mit unter zehn Beschäftigten traf das hingegen nur auf knapp 30 Prozent zu.

Neulinge haben es schwer

Sehr ähnlich verhält es sich bei der Kommunikation zwischen Beschäftigten und Führungskräften und bei der Anleitung und Einarbeitung von neuen Beschäftigten. Hier nehmen jeweils knapp 50 Prozent der Großbetriebe eine Verschlechterung durch Homeoffice wahr.

Bei Kleinstbetrieben sind es zum Vergleich jeweils rund 20 Prozent. "Dies zeigt, dass Betriebe persönliche Interaktionen vor Ort als wichtigen Bestandteil der Arbeit einschätzen, die sich nicht eins zu eins durch virtuelle Kommunikation ersetzen lassen, vor allem bei neu eingestellten Beschäftigten", erläutert IAB-Direktor Bernd Fitzenberger. "Ein Erklärungsansatz für die unterschiedliche Einschätzung je nach Betriebsgröße ist, dass dies in größeren Betrieben wegen der Menge an Verbindungen und der Größe der Teams von höherer Relevanz ist als in Kleinstbetrieben", resümiert der IAB-Chef.

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