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IAB-Frühjahrsprognose

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IAB-Frühjahrsprognose: Rekordhoch bei Beschäftigung erwartet

Trotz anhaltender wirtschaftlicher Probleme gibt es bundesweit immer mehr Beschäftige in sozialversicherungspflichtigen Jobs. Zu dieser Einschätzung kommt das Institut für Arbeits- und Berufsforschung. Aber auch die Arbeitslosenzahlen steigen weiter.

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland wird in diesem Jahr voraussichtlich Rekordhöhe erreichen. Die heute veröffentlichte Frühjahrsprognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg rechnet mit 380.000 Beschäftigten mehr als im Jahresdurchschnitt 2022. Das wären 45,95 Millionen Menschen.

  • IAB sieht Trendwende auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Sozialversicherungspflichtige Jobs sorgen für Zuwachs

Der Prognose zufolge geht der Zuwachs vor allem auf sozialversicherungspflichtige Jobs zurück. Angesichts der Knappheit von Arbeitskräften versuchten Betriebe, ihre Beschäftigten auch in schwierigem Umfeld zu halten, erklärte IAB-Forscher Enzo Weber die Erwartung, dass die anhaltenden wirtschaftlichen Probleme den Trend zu mehr Beschäftigung nicht stoppen werden. Einen Zuwachs verzeichnen vor allem öffentliche Dienstleister und die Bereiche Erziehung und Gesundheit. Aber auch in Handel, Verkehr und Gastronomie gebe es noch Nachholeffekte nach der Pandemie.

Trotzdem Zunahme bei Arbeitslosigkeit

Gleichzeitig rechnet das IAB im Jahresdurchschnitt auch mit einer Zunahme der Arbeitslosigkeit um etwa 110.000 auf 2,53 Millionen Personen. Dieser Zuwachs habe weitgehend schon in der zweiten Jahreshälfte 2022 stattgefunden, wirke aber auch voll auf die Zahl für 2023. Grund, so das IAB, sei vor allem die Registrierung Geflüchteter aus der Ukraine.

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