Eine Frau dreht an einem Heizungsthermostat.
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Marcus Brandt

Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger möchte Gasheizungen nicht komplett abschaffen, sondern Zug um Zug auf Wasserstoff umstellen.

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Aiwanger fordert Technologieoffenheit bei Gasheizungen

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger fordert von der Bundesregierung Technologieoffenheit bei der Modernisierung von Gasheizungen. Er preist den Wasserstoff. Vom Handwerk kommt Unterstützung.

Über dieses Thema berichtet: BR24 im Radio am .

Es ging um die Zukunft von Gasheizungen: Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich am Montag mit Vertretern des SHK Handwerks, der Gasnetzbetreiber und der Heizungsindustrie getroffen. Dabei forderte er von der Bundesregierung Technologieoffenheit, da die bestehenden Netze und moderne Gasheizungen auch heute schon mit grünem Wasserstoff betrieben werden könnten.

Netzbetreiber sehen keine größeren Probleme bei Umstellung

Wer sich heute eine moderne Gasheizung einbauen lässt, könnte diese normalerweise bereits mit bis zu 20 Prozent Wasserstoff betreiben. Doch Wasserstoff wird dem Erdgas noch nicht beigemischt. Netzbetreiber aus Bayern, darunter die Stadtwerke München, sahen im Gespräch mit dem bayerischen Wirtschaftsminister jedoch keine größeren Probleme, die Gasnetze teilweise oder auch zu 100 Prozent auf Wasserstoffbetrieb umzustellen.

Auch das Handwerk unterstützte die Forderung Aiwangers nach mehr Technologieoffenheit. In gut gedämmten Häusern mache eine Wärmepumpe Sinn, so Aiwanger. In alten, schlecht gedämmten Häusern dagegen weniger oder gar nicht: "Insofern wäre es dort sinnvoller, bei der Gasheizung zu bleiben. Die aber Stück für Stück auf Wasserstoff umzustellen."

Gasnetze sollen Wasserstoffnetze werden

Bestehende Gasnetze sollten künftig als Wasserstoffnetze betrieben werden, so der bayerische Wirtschaftsminister. Die Voraussetzung für Wasserstoffheizungen sei zudem, dass mehr Wasserstoff importiert und im eigenen Land produziert wird. Wasserstoff dürfe künftig nicht nur von der Industrie als Energieträger genutzt werden. Auch private Haushalte müssten die Chance bekommen, ihre Heizungen entsprechend umzustellen.

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