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Hongkonger Börse greift nach Finanzplatz London | BR24

© Steffen Wurzel, ARD

Die Milliardenübernahme der Hongkonger würde die Londoner Börse für asiatische Märkte öffnen. Doch es gibt noch Vorbehalte.

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Hongkonger Börse greift nach Finanzplatz London

Die Hongkonger Börse will ihren britischen Konkurrenten London Stock Exchange aufkaufen. Die Milliardenübernahme würde die Londoner Börse für asiatische Märkte öffnen. Doch es gibt noch Vorbehalte.

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Die Hongkonger Börse will wohl zu einem neuen weltweiten Marktführer unter den Börsenbetreibern aufsteigen. Überraschend hat sie für die London Stock Exchange umgerechnet 33 Milliarden Euro geboten. Die Argumente lauten: Eine Übernahme würde die Londoner Börse für asiatische Märkte öffnen und die Rolle der britischen Hauptstadt als Finanzzentrum unterstreichen.

Milliardenangebot treibt Börsen in Europa an

Die Milliardenofferte aus Hongkong hat zur Folge, dass die Aktien von Börsenbetreibern in Europa Tempo aufnehmen: Die Papiere der Londoner Börse schnellen zeitweise um mehr als 16 Prozent nach oben. Der angebotene Milliardendeal hat auch die Deutsche Börse gestützt, auch wenn Hongkong die Übernahme an Voraussetzungen knüpft, die noch lange nicht erfüllt sind.

Hongkong hat noch Vorbehalte

Die Londoner Börse plant schon lange den globalen Anbieten von Finanzmarktdaten Refinitiv zu übernehmen. Damit haben die Hongkonger wohl ein Problem. Sie wollen nicht, dass die Fusion der Londoner mit dem Datenanbieter Refinitiv zustande kommt.

Schwaches Pfund befeuert Übernahmeangebote

Das britische Pfund hat angesichts des bevorstehenden Brexits an Wert verloren. Das macht Firmenübernahmen für Ausländer billiger. Noch ist die Offerte nicht handfest. Ein mögliches bindendes Angebot soll die Hongkonger Börse bis zum 9. Oktober vorlegen.

Die Londoner Börse LSE hat auf die überraschende Übernahmeofferte der Hongkonger Börse verhalten reagiert. Das Angebot sei unabgestimmt gekommen und stehe unter vielen Vorbehalten. Es werde nun in aller Ruhe geprüft.