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Homeoffice: Steuerzahlerbund fordert Pauschale für "Arbeitsecke" | BR24

© Bayerischer Rundfunk

Mann im Homeoffice

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    Homeoffice: Steuerzahlerbund fordert Pauschale für "Arbeitsecke"

    Viele Mitarbeiter arbeiten derzeit im Homeoffice. Dabei überlegt sich manch einer offenbar, wie er das steuerlich geltend machen kann. Der Bund der Steuerzahler fordert nun auch eine Pauschale für jene, die zu Hause über kein Büro verfügen.

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    Der Arbeitsalltag hat sich für viele coronabedingt geändert. Statt täglich ins Büro zu fahren, arbeiten zahlreiche Mitarbeiter nach wie vor von zu Hause aus. Damit spart man sich zwar möglicherweise das tägliche Pendeln zur Arbeitsstätte, aber es entstehen trotzdem Kosten. Der Bund der Steuerzahler BdS hat nun vom Bund großzügigere Regelungen für das Homeoffice gefordert.

    Steuer: Arbeitsecke ist kein Arbeitszimmer

    Nur wer ein echtes Arbeitszimmer hat, kann dieses und die Kosten dafür steuerlich geltend machen. Ein steuerlich absetzbares Arbeitszimmer muss ein abgeschlossener Raum sein, der als Büro eingerichtet ist - und zwar nur als Büro. Das heißt, es darf da nicht einmal eine Couch stehen. Selbst Durchgangszimmer erkennt der Fiskus nicht an. Pech haben Arbeitnehmer, die sich aufgrund von Platzmangel in einem Zimmer eine Arbeitsecke eingerichtet haben oder vom Küchentisch aus arbeiten. Ein Arbeitsplatz am Esstisch wird allerdings von den Finanzämtern nicht als Arbeitszimmer anerkannt.

    Forderung: Monatlich 100 Euro für Arbeitsecke

    BdS Präsident Reiner Holznagel fordert deshalb nun in der "Rheinischen Post" nicht nur Arbeitszimmer steuerlich zu berücksichtigen, sondern auch eine Arbeitsecke.

    "Deshalb plädieren wir für eine Werbungskostenpauschale von monatlich 100 Euro." BdS Präsident Reiner Holznagel

    Als Bund der Steuerzahler habe man sich schon früh dafür eingesetzt, dass die Homeoffice-Kosten steuerlich besser berücksichtigt würden. Bisher werden allerdings nur häusliche Arbeitszimmer von den Finanzbehörden steuerlich anerkannt, wenn überhaupt.

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