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Hohe Kosten vertreiben das Handwerk aus den Städten | BR24

© pa / dpa / Robert Kalb

Alte Buchbinderei mit geschlossenen Rollläden

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    Hohe Kosten vertreiben das Handwerk aus den Städten

    Steigende Mieten und immer höhere Immobilienpreise machen dem Handwerk in Deutschlands Großstädten zu schaffen. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) beklagt, die Betriebe könnten oft keine Räume mehr zu leistbaren Preisen finden.

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    "In gentrifizierten Quartieren verschwinden Bäcker, Fleischer, Schuster oder Änderungsschneider aus den Straßen, weil sie sich die Miete der Geschäftsräume nicht mehr leisten können", sagte ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten".

    "Vielerorts erleben wir einen Rückzug von Handwerkern aus den Innenstädten und Wohnvierteln an die Ränder der Stadt, da spielt sich ein echter Verdrängungswettbewerb ab." Holger Schwannecke, Zentralverband des Deutschen Handwerks

    Handwerksbetriebe werden an den Rand gedrängt

    Als Beispiele nannte Schwannecke Kfz-Betriebe oder Tischlerwerkstätten, die dem Wohnungsbau weichen müssten. Außerdem nähmen Konflikte mit Nachbarn zu, etwa wegen Lärms oder der Immobiliennutzung. Expansionsmöglichkeiten gebe es vielerorts nur noch am Stadtrand.

    Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) stützt sich dabei auf eine aktuelle Umfrage unter 5.000 Betrieben. Demnach will fast jeder zehnte Betrieb in den kommenden beiden Jahren seinen Standort wechseln. In den Innenstädten sei es fast schon jeder fünfte Betrieb.

    Auch in München ein Problem

    In München erregt derzeit der Fall der traditionsreichen Eisfactory Aufsehen, die trotz voller Auftragsbücher ist Geschäft aufgibt, weil die Suche nach einem neuen Standort ohne Erfolg blieb.