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Hohe Preise, Lieferprobleme von Waren und Engpässe könnten laut dem Internationalen Währungsfond IWF zu einer schädlichen Teuerungsspirale führen. Das bekamen laut Statistischem Bundesamt auch die Verbraucher im September erneut zu spüren.

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Hohe Energiepreise halten Inflationsrate über vier Prozent

Hohe Preise, Lieferprobleme von Waren und Engpässe könnten laut dem Internationalen Währungsfond IWF zu einer schädlichen Teuerungsspirale führen. Das bekamen laut Statistischem Bundesamt auch die Verbraucher im September erneut zu spüren.

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Felix  LinckeFelix LinckeLeonie ThimLeonie Thim
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Verbraucher müssen für die Dinge des täglichen Lebens derzeit tiefer in die Tasche greifen als 2020. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamts um durchschnittlich 4,1 Prozent. Gründe dafür sind unter anderem die hohen Energiepreise, die seit Anfang des Jahres geltende CO2-Steuer und die Rückkehr zu den alten Mehrwertsteuersätzen. Eine Inflationsrate von über vier Prozent, das ist der höchste Stand seit Dezember 1993, als die vom Wiedervereinigungsboom angefachte Inflationsrate sogar auf 4,3 Prozent kletterte.

Gut 14 Prozent mehr für Energie

Die Energie verteuerte sich laut Statistischem Bundesamt im Schnitt um 14,3 Prozent, vor allem Heizöl, das im September drei Viertel mehr kostete als vor einem Jahr. Auch bei den Kraftstoffen macht sich der höhere Ölpreis stark bemerkbar. Einige Nahrungsmittel wie etwa Gemüse verteuerten sich aus saisonalen Gründen. Bei Gas und Strom könnte der eigentliche Anstieg erst noch kommen mit den neuen Tarifen.

Statistisches Bundesamt: Preise zweiten Monat in Folge recht stabil

Die gute Nachricht des Statistischen Bundesamts ist, dass die Preise insgesamt von August auf September zumindest einen Monat lang auf hohem Niveau stabil geblieben sind. Viele Preissteigerungen, die sich im Großhandel oder bei den Importen bereits abzeichnen, sind aber beim Verbraucher noch nicht angekommen.

Auswirkungen auf das Weihnachtsgeschäft

Die dürften sich in den nächsten Monaten auswirken, zum Beispiel im Weihnachtsgeschäft. Einige Waren werden knapp und teuer, wenn Lieferungen ausbleiben durch gestörte Abläufe in der Weltwirtschaft. Viele Einzelhändler wollen ihre Preise anheben, das geht aus einer Unternehmensumfrage des Ifo-Instituts hervor. Die Industrie habe Preiserhöhungen angekündigt und dies komme jetzt zwangsläufig im Einzelhandel an, sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe.

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