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Historisch niedrige Wirtschaftsleistung und Hoffnungsschimmer | BR24

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Mit dem Rad hat Buchhändler Christian Schmidt seine Kunden während des Lockdowns beliefert.

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    Historisch niedrige Wirtschaftsleistung und Hoffnungsschimmer

    Die Wirtschaftsleistung ist in den Sommermonaten laut der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) um rund 9,7 Prozent zurückgegangen. Besonders schlimm betroffen waren unter anderem Gastronomie und Hotelgewerbe.

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    Von
    • Daniel Peter

    Einzelhandel kommt glimpflich davon

    Dem Einzelhandel geht es verhältnismäßig gut: Hier sei die Wirtschaftsleistung laut der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) um nur 0,2 Prozent zurückgegangen. Für den Chef des Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo), Clemens Fuest, liegt dies vor allem am Onlinehandel. Außerdem gibt es in fast allen Branchen bei genauerer Betrachtung Gewinner, die aus der Krise auch profitieren konnten.

    Buchhändler trotzt der Krise

    In Adelsdorf (Lkr. Erlangen-Höchstadt) hat es Buchhändler Christian Schmidt zum Beispiel geschafft, auch während der Ausgangsbeschränkungen Bücher zu verkaufen. Seine Kunden konnten die Bücher online bei ihm bestellen. Per Fahrrad hat er sie dann direkt vor die Haustür gefahren. Die Lieferketten hätten gehalten, die Verlage, die Zwischenhändler hätten weiterhin geliefert, sagt Schmidt. So war er in der Lage, die Bücher auszuliefern.

    Kein Einzelfall

    Auch dank der Corona-Soforthilfen von rund 10.000 Euro blieb die Bilanz seiner Buchhandlung bisher ausgeglichen. Auch andere Buchläden in der näheren Umgebung hätten dies geschafft, erklärt Christian Schmidt: "Allen inhabergeführten Buchläden ging es während der Zeit der Krise und auch jetzt gut."

    Der gute Kontakt zu seinen Kunden sei ein Grund, warum diese ihn auch während der Ausgangsbeschränkungen unterstützt hätten. Gerade in den Monaten Mai und Juni, als es wieder erlaubt war, in seinen Laden zu kommen, seien überdurchschnittlich viele Kunden gekommen und hätten Bücher gekauft, erzählt Schmidt.

    Ifo-Institut zuversichtlich

    Die Wissenschaftler des Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo) sind zuversichtlich, dass Deutschland nicht ganz so hart wie ursprünglich vermutet von der Corona-Pandemie betroffen sein wird. So würde das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr nicht wie zuerst prognostiziert um 6,7 Prozent, sondern um 5,2 Prozent sinken. Falls ein zweiter Lockdown ausbleibe, könne die deutsche Wirtschaft in knapp zwei Jahren wieder das Niveau erreichen, dass sie vor der Krise hatte.

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