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Hilfe für Autoindustrie: Hubert Aiwanger kritisiert Zeitplan | BR24

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Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat eine schnelle Entscheidung über die umstrittenen Kaufprämien für die Autoindustrie gefordert. Wenn man bis Juni warte, könnte die Maßnahme sogar einen negativen Effekt haben.

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Hilfe für Autoindustrie: Hubert Aiwanger kritisiert Zeitplan

Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat eine schnelle Entscheidung über die umstrittenen Kaufprämien für die Autoindustrie gefordert. Wenn man bis Juni warte, könnte die Maßnahme sogar einen negativen Effekt haben.

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Hubert Aiwanger hat sich im Interview mit der Bayern 2-radioWelt für eine schnellstmögliche Entscheidung ausgesprochen:

"Wer jetzt überlegt, sich ein Auto zu kaufen, der will es innerhalb kurzer Zeit wissen, sonst sagt er sich sicherheitshalber, ich warte noch mal ab. Dann erreicht mal genau das Gegenteil." Hubert Aiwanger

Der bayerische Wirtschaftsminister erwarte nun, dass es sehr schnell geht, denn man brauche eigentlich "bis nächste Woche die Entscheidung". Auf dem gestrigen Autogipfel wurde nicht über eine staatliche Kaufprämie entscheiden. Die Bundesregierung und die Autobranche wollen Anfang Juni erneut über mögliche Kaufanreize beraten.

Aiwanger skeptisch bei Boni und Dividenden

Skeptisch zeigte sich Aiwanger Forderungen gegenüber, staatliche Hilfen für Firmen an die Bedingung zu knüpfen, keine Dividenden und Boni auszubezahlen. "Das ist jetzt natürlich Volkes Stimme, weil sehr schnell der Neidfaktor mitspielt." Boni seien im Vergleich zum gesamten Autoumsatz aber "keine nennenswerte Summe." Zum Thema Dividenden gab Aiwanger zu bedenken, dass viele Kleinanleger bei ihrer Altersvorsorge auf Dividenden setzten. Man müsse die "Dinge zu Ende denken."

Aiwanger wiederholte seine Forderung, nicht nur E-Autos zu fördern, sondern auch Autos mit modernen Verbrennungsmotoren.

Aiwanger-Vorschläge in der Kritik

Der bayerische Wirtschaftsminister stand für seine Forderungen während der Coronna-Krise zuletzt häufiger in der Kritik. So kam beispielsweise seine Idee, eine "Ersatz-Gedenk-Wiesn" zu veranstalten, bei vielen nicht gut an.

Wegen sehr frühen Forderungen nach einer Exit-Strategie in der Corona-Krise wurde auch über Spannungen innerhalb der Koalition von CSU und Freie Wähler spekuliert. Zumindest zwischen Ministerpräsident Markus und Söder und Aiwanger scheint die Debatte aber keinen langfristigen Ärger verursacht zu haben: Der Freie-Wähler-Chef wünschte sich zuletzt den CSU-Chef als nächsten Kanzler.