| BR24

 
 

Bild

Die Heizöl-Lieferung wird wieder günstiger
© picture alliance/Hauke-Christian Dittrich/dpa

Autoren

Rigobert Kaiser
© picture alliance/Hauke-Christian Dittrich/dpa

Die Heizöl-Lieferung wird wieder günstiger

Nicht nur für Autofahrer war Besuch an der Zapfsäule zuletzt oft ernüchternd. Auch Verbraucher mit Öl-Heizung im Haus mussten tief in die Taschen greifen, wenn die Lieferung kam: Der Preis für den Liter Heizöl lag bei 95 Cent.

Nun hat sich die Lage zwar wieder etwas entspannt, aktuell werden knapp 80 Cent fällig. Allerdings sind das immer noch 15 bis 20 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr.

Heizöl in Bayern teurer als in Norddeutschland

Rainer Wiek vom Hamburger Energie Informationsdienst will in diesem Rückgang noch keine Normalisierung sehen. In Bayern müssen die Verbraucher weiterhin deutlich mehr zahlen als zum Beispiel in Hamburg.

Das liegt zum einen an den niedrigen Pegelständen des Rheins. Denn über Deutschlands größten Fluss läuft ein Großteil der Versorgung mit fertigen Produkten wie Diesel und Heizöl. Und wegen des Niedrigwassers können die Schiffe derzeit deutlich weniger Treibstoff und Öl Richtung Süden bringen.

Der zweite Grund: Die Raffiniere in Vohburg bei Ingolstadt fällt nach einem Brand Anfang September noch mindestens bis Frühjahr 2019 aus. Ihr Marktanteil bei Raffinerieprodukten liegt bei rund 30 Prozent.

Verbraucher hoffen auf weiteren Preisrückgang

Einige Kunden nutzen den leichten Preis-Rückgang, um sich aktuell mit Öl einzudecken, wie Händler auf Anfrage des BR berichten - schließlich sind bei vielen die Tanks leer und der Winter dauert noch lange.

Andere Verbraucher hoffen offenbar darauf, dass die Pegelstände am Rhein bald wieder steigen und Heizöl günstiger werden könnte, wenn die Schiffe mehr laden und transportieren. Allerdings müssen Experten diese Hoffnung enttäuschen: Bis es soweit ist, dürfte es aber noch eine Weile dauern, schätzt der Energie Informationsdienst.