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Wenn Firmen in der Corona-Krise kaum Gewinn machen, dann fließt auch weniger Gewerbesteuer. Das wird auch Folgen für die kommunalen Beschäftigten haben.

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Harte Zeiten für Beschäftigte von Kommunen erwartet

Wenn Firmen in der Corona-Krise kaum Gewinn machen, fließt auch weniger Gewerbesteuer. Das könnte Folgen für die kommunalen Beschäftigten haben. Vor der Tarifrunde müssen die Gewerkschaften im Moment unterschiedliche Interessen bündeln.

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Im ersten Halbjahr ist das Aufkommen aus den Gewerbesteuern insgesamt um etwa 28 Prozent gesunken, schätzt man beim deutschen Städtetag. Der Einbruch wird die Tarifrunde für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten bei den Kommunen beeinflussen. Zur Zeit erstellen die Gewerkschaften ihre Forderung.

Harte Verhandlungen erwartet

Mit welcher Prozentzahl sollen wir am Verhandlungstisch antreten? Sowohl die Gewerkschaft Verdi, als auch die Tarifunion des Beamtenbundes fragen das in diesem Monat ihre Mitglieder. Die Antworten fallen da diesmal – wie zu hören ist – sehr unterschiedlich aus. Es kommt darauf an, wo gefragt wird. In den Krankenhäusern zum Beispiel wollen die Heldinnen und Helden der Arbeit das durchsetzen, was ihnen in der Corona-Krise immer wieder versprochen wird: eine Anerkennung ihrer auch ohne Virus anstrengenden Arbeit auf dem Gehaltszettel.

Unterschiedlich hohe Forderungen

Einige könnten sich da durchaus eine zweistellige Zahl bei der Prozentforderung vorstellen. Andere sind da weniger forsch. Die Beschäftigten an den Flughäfen zum Beispiel. Die arbeiten zum Großteil kurz, seitdem der Flugverkehr heruntergefahren wurde. Sie haben Angst um ihren Arbeitsplatz. Die Gewerkschaften müssen diese Vorstellungen bis Ende August unter einen Hut bringen. Keine leichte Aufgabe. Zudem sitzen ihnen jetzt schon die Kämmerer der Kommunen im Nacken. Die müssen angesichts fehlender Einnahmen einen Sparhaushalt aufstellen. Mehr als ein Inflationsausgleich sei da in dieser Tarifrunde nicht zu erwarten – wenn überhaupt.

Städte und Gemeinden müssen sparen

Der ein oder andere denkt an einen Einstellungsstopp. Das träfe dann auch die Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger. Ins Gespräch gebracht wurde gerade wieder auch ein 'Sonderopfer' der Staatsdiener. Das Ergebnis für Angestellte im öffentlichen Dienst wurde die letzten Jahren eigentlich immer per Gesetz auf die Beamtenschaft übertragen. Doch da flossen die Einnahmen anders als in diesem Jahr. Die Tarifrunde bei den Kommunen startet Anfang September.

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