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Hapag-Lloyd schreibt wieder schwarze Zahlen | BR24

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    Hapag-Lloyd schreibt wieder schwarze Zahlen

    Bei der Großreederei Hapag-Lloyd keimt die Hoffnung, dass die globale Schifffahrtskrise ihren Tiefpunkt überschritten hat. Hapag-Lloyd konnte im zweiten Quartal erstmals wieder einen Gewinn machen von netto 16 Millionen Euro. Von Felix Lincke

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    Die Fusion mit dem arabischen Rivalen United Arab Shipping Company UASC führt aber unterm Strich vorerst weiter zu Verlusten. 2019 will Hapag-Lloyd gemeinsam mit der dann integrierten UASC erste Synergie-Gewinne aus der Fusion herausholen. Bis dahin ist es ein langer Weg mit hohen Integrationskosten. Danach sollen jedes Jahr 360 Millionen Euro eingespart werden. Mit UASC kamen nicht nur verfeindete Investoren mit an Bord aus Katar und Saudi-Arabien, die jetzt im Aufsichtsrat sitzen. Es kamen auch 53 Schiffe dazu in einem Markt der unter weltweiten Überkapazitäten leidet. Viele Reedereien legten Schiffe zumindest vorübergehend still. Die sind so nichts wert. Das führte zu Abschreibungen gerade auch bei Banken, die viele Schiffe finanzierten wie die HSH Nordbank.

    Der Hamburger Senat versprach als Großaktionär von Hapag-Lloyd seine Anteile auf keinen Fall zu verkaufen, was den Aktienkurs stützte. Vom Tiefstand des letzten Jahres, als alle Geschäftsbereiche im Minus waren, hat man sich erholt. Die Transportmenge stieg um 14 Prozent bei höheren Frachtraten. Aber viele Containerschiffe fahren immer noch mit Verlust, nur um im Markt zu bleiben, so dass die Krise noch nicht überwunden ist.

    Sendung

    B5 Wirtschaft und Börse

    Von
    • Felix Lincke
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