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Handwerk: Friseure müssen wegen Corona schließen | BR24

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Handwerk: Friseure müssen wegen Corona schließen

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    Handwerk: Friseure müssen wegen Corona schließen

    Viele Geschäfte bleiben mittlerweile geschlossen. Das trifft nun auch manchen Handwerksbetrieb: Friseure müssen ab morgen für vorerst zwei Wochen dicht machen. Bäcker und Metzger hingegen haben sogar längere Öffnungszeiten als bisher.

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    Nun müssen auch Friseure in Bayern ihren Laden schließen. Das hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Freitag verkündet. Denn hier lässt sich ein enger Kontakt zwischen Dienstleister und Kunden kaum vermeiden.

    Auch bei Einzelhändlern besteht die Gefahr, dass viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen. Deswegen hat die Staatsregierung bereits vor einigen Tagen beschlossen, das bis zum 30. März müssen neben Freizeiteinrichtungen auch Ladengeschäfte des Einzelhandels - also Geschäfte, die Waren ein- und verkaufen oder diese herstellen und dann im Geschäft verkaufen - geschlossen bleiben müssen.

    Anders sieht es bei den meisten anderen Handwerksbetrieben aus - sie haben üblicherweise keine so hohe Anzahl an Kundenkontakten. Es ist also auch weiterhin möglich, sein Auto zur Reparatur zu bringen oder seine Wohnung streichen zu lassen.

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    Für die Versorgung notwendige Betriebe dürfen geöffnet bleiben

    Auch Metzger, Bäcker und Konditoren dürfen weiterhin geöffnet bleiben. Denn sie gehören genau wie Augenoptiker, Sanitätshäuser und Hörakustiker zu den Handwerksbetrieben, die für die Versorgung der Bevölkerung unbedingt notwendig sind.

    Trotzdem leiden viele Betriebe in der Lebensmittelbranche stark unter der Coronakrise. Denn Gastronomie und Hotels fragen derzeit weniger Produkte nach, da sie kaum Gäste haben. Auch Caterer haben enorme Einbußen zu verkraften, da die meisten Veranstaltungen abgesagt sind. Einige Bäckereien und Metzgereien könnten sogar profitieren, da die Menschen nicht mehr ins Restaurant gehen, sondern ihre Lebensmittel beim Bäcker oder Metzger kaufen und zu Hause verzehren.

    Dazu gehören auch die vielen Menschen, die derzeit von zu Hause aus arbeiten. Die Unternehmen, die zur Versorgung notwendig sind, dürfen an Werktagen von 6 bis 22 Uhr öffnen, an Sonn- und Feiertagen von 12 bis 18 Uhr.

    Produkte ausstellen ist erlaubt, verkaufen allerdings nicht

    Wenn ein Handwerker eine Ausstellungsfläche hat, darf er sie öffnen aber die Waren nicht verkaufen. Ein Parkettleger darf seine Produkte also ausstellen, aber nicht an Kunden verkaufen, die das Parkett selbst verlegen wollen.