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"Handfeste Drohung": Gewerkschaft empört über Ryanair | BR24

© pa/dpa/Bernd Settnik

Flugzeug der Ryanair

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"Handfeste Drohung": Gewerkschaft empört über Ryanair

Piloten und Flugbegleiter von Ryanair streiken am Mittwoch. Bei der Fluglinie kontert man damit, eventuell Personal abzubauen. Der Sprecher der Vereinigung Cockpit bezeichnet dies im BR-Interview als "handfeste Drohung".

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150 Flüge von und nach Deutschland hat Ryanair gestrichen und sich bei den Passagieren bereits entschuldigt: Ab Mittwochfrüh werden Piloten und Flugbegleiter der irischen Billigfluglinie streiken.

Vereinigung Cockpit: Zwei Szenarien denkbar

Die Vereinigung Cockpit schließt weitere Streiks nicht aus, wie Sprecher Markus Wahl im Interview mit B5 aktuell sagte. Es gebe zwei hoffnungsvolle Varianten. Variante Nummer eins wäre, dass Ryanair endlich Vernunft annehme und ein Verhandlungsangebot mitbringe, das den Namen verdiene. Dann will Cockpit laut Wahl gerne weiter verhandeln.

Die zweite Variante wäre demnach, einen Schlichter hinzuzuziehen. Der VC-Sprecher sagte: "Für den Fall, dass beides nicht fruchtet (...), sind natürlich auch weitere Streiks denkbar."

Ryanair droht mit Personalabbau

Ryanair hatte schon zuvor erklärt, sollten die Arbeitsniederlegungen andauern, müssten alle deutschen Standorte geprüft und womöglich Personal abgebaut werden. Cockpit-Sprecher Wahl sprach bei B5 aktuell von einer "handfesten Drohung". Angestellte würden dadurch unter Druck gesetzt. Das sei nicht der Weg, wie man mit seinen Mitarbeitern umgehen sollte, erklärte Wahl weiter.

Er zeigte Verständnis für verärgerte Passagiere. Er persönlich wäre auch enttäuscht, wenn sein Flug, auf den er womöglich lange gespart habe, ausfallen würde. Es könne aber nicht sein, dass Ryanair seine Piloten so behandle. Wahl wörtlich: "Wenn Piloten streiken, stehen auch Flugzeuge und dann sind leider auch immer Passagiere betroffen."

Kaum Auswirkungen auf Bayern

Auf Bayern hat der Streik am Mittwoch voraussichtlich nur sehr geringe Auswirkungen. In München fallen voraussichtlich keine Flüge aus, am Airport Nürnberg wurden drei Verbindungen für Mittwoch annulliert. In München gebe es am Mittwoch lediglich zwei Verbindungen von Dublin, sagte ein Flughafensprecher auf BR-Anfrage. Diese seien bislang nicht gestrichen worden. Auch der Allgäu-Airport in Memmingen ist voraussichtlich nicht vom Streik betroffen.

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Autor
  • Florian Haas
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