Der Schriftzug "Die Grundrente" ist auf dem Schild zu lesen, das eine Frau anlässlich der Verabschiedung der Grundrente trägt.

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Grundrente: Kritiker halten Bescheide für undurchsichtig

Grundrente: Kritiker halten Bescheide für undurchsichtig

Die Grundrente ist da. Die Rentenversicherer verschicken die Bescheide an die Anspruchsberechtigten. Allerdings hagelt es Kritik: die Bescheide seien für Betroffene vollkommen unverständlich.

Seit einigen Wochen informieren die Rentenversicherer diejenigen, die einen Anspruch auf Grundrente haben, über die Aufstockung ihrer Bezüge. An den Bescheiden, die verschickt werden gibt es allerdings Kritik. Sie seien nicht genau genug, heißt es von mehreren Seiten.

Grundrenten-Bescheide: "Nicht nachvollziehbar"

"Undurchsichtig und überhaupt nicht nachvollziehbar" – das ist das Urteil, das der Bundesverband der Rentenberater über die Bescheide zur Grundrente fällt, die die Deutsche Rentenversicherung derzeit verschickt. Denn in den Briefen fehlen nach Ansicht der privaten Berater die Grundlagen, auf denen der neue Anspruch auf eine Grundrente berechnet wird. Auch der Sozialverband VdK Bayern teilt diese Kritik grundsätzlich.

Rentenversicherer wollen Grundrenten-Empfänger vor Papierflut bewahren

Die Rentenversicherer hingegen argumentieren, die zusätzlichen Informationen, die die privaten Rentenberater und der VdK einfordern, füllten meist sechs bis sieben Seiten – bei der hohen Zahl der Renten-Versicherten ergebe das eine beträchtliche Papierflut. Diese Papiere seien aber nur für Fachleute verständlich deshalb wolle man den Versicherten dieses Material ersparen, und die Informationsbriefe leichter verstehbar machen, erklären die Rentenversicherer.

Kritik der Rentenberater eigennützig?

Und sie werfen die Frage auf, ob der Verband der Rentenberater mit seiner Kritik an den Grundrenten-Bescheiden nicht vor allem Werbung für die kostenpflichtige Beratung durch seine Mitglieder machen wolle. Solche Beratung gebe es für alle, die Fragen zur Grundrente haben, allerdings auch bei den Rententrägern, und zwar kostenlos, betont deren Dachverband.

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