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Großteil unterfränkischer Handwerksunternehmen zufrieden | BR24

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    Großteil unterfränkischer Handwerksunternehmen zufrieden

    Auch während Corona zeigt sich das unterfränkische Handwerk wirtschaftlich stabil. Das geht aus einer Umfrage der Handwerkskammer hervor. Demnach schätzen 85,8 % aller Betriebe ihre Geschäftslage für das 3. Quartal 2020 als befriedigend oder gut ein.

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    Von
    • Klaus Rüfer

    Beim Ausblick auf das laufende 4. Quartal erwarten 84,6 % eine "gleichbleibende oder sich verbessernde Geschäftslage". "Wir haben diese Zahl ehrlich gesagt nicht erwartet“, bewertet Ludwig Paul, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Unterfranken, die aktuelle Auswertung. "Dass sich das unterfränkische Handwerk in Zeiten der globalen Corona-Pandemie so stabil präsentiert, ist herausragend und zeigt, welche wirtschaftliche Kraft das Handwerk in unserer Region auszeichnet".

    Bau bleibt Treiber, Gewerbe hängt an Industrie

    Trotz der insgesamt guten Zahlen, gibt es beim Vergleich verschiedener Handwerkssparten allerdings durchaus Unterschiede. Laut der HWK-Umfrage bleibt das Bauhauptgewerbe "absoluter Spitzenreiter". Hier geben 97,5 % der Betriebe an, mit der aktuellen Geschäftslage zufrieden zu sein. 76,3 % beurteilen diese sogar als gut. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, damals noch ohne Corona-Krise, zeigt sich das Bauhauptgewerbe noch verbessert: um 2,7 Prozentpunkte. "Das ist auf diesem hohen Niveau ein Top-Ergebnis", so der Hauptgeschäftsführer.

    Schlechter beurteilen die Unternehmen des gewerblichen Bedarfs ihre aktuelle Geschäftslage. Lediglich 71 % sind mit der konjunkturellen Lage zufrieden. Das sind fast zehn Prozentpunkte weniger als im Vorjahreszeitraum. Ludwig Paul: "Die Unternehmen des gewerblichen Bedarfs sind vielfach Zulieferer für die Industrie. Stockt es in der Industrie, trifft das auch diese Handwerksbetriebe."

    Regionale Unterschiede

    Auch beim Blick in verschiedene unterfränkische Regionen kann die HWK über gute Werte berichten. Spitzenreiter ist die Region Würzburg (Stadt und Landkreis Würzburg, Main-Spessart und Kitzingen) mit 86,8 % an zufriedenen Betrieben, gefolgt von der Region Main-Rhön (Stadt und Landkreis Schweinfurt, Haßberge, Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld) mit 86,4 % an zufriedenen Betrieben. Die Betriebe der Region Bayerischer Untermain (Stadt und Landkreis Aschaffenburg, Miltenberg) beurteilen ihre Geschäftslage mit 84,4 % Zufriedenheit "etwas zurückhaltender", so die Handwerkskammer.

    Trotzdem zieht Ludwig Paul abschließend das Resümee: "Alle drei Regionen zeigen nach dem ersten, gewaltigen Corona-Schock im Frühjahr, dass sich die Geschäftslage bessert."

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