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Grenzenlos Online-Shoppen in der EU – Geoblocking fällt | BR24

© BR/Wolfgang Zehentmeier

Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft wird eine neue EU-Verordnung wirksam. Sie regelt das Geoblocking von Online-Shop-Seiten und Online-Marktplätzen neu und soll grenzenloses Shoppen in der gesamten EU ermöglichen.

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Grenzenlos Online-Shoppen in der EU – Geoblocking fällt

Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft wird eine neue EU-Verordnung wirksam. Sie regelt das Geoblocking von Online-Shop-Seiten und Online-Marktplätzen neu und soll grenzenloses Shoppen in der gesamten EU ermöglichen.

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Von Geoblocking im Handel spricht man, wenn Händler den Zugang zu ihrer Seite aus dem Ausland blocken oder Kaufinteressenten an eine speziell auf die Nation des Käufers zugeschnittene Seite umleiten. Hinter der neuen Verordnung steht folgende Idee: Online-Einkaufen soll so funktionieren, als wäre man direkt in einem Land vor Ort - also wie ein deutscher Tourist, der zum Beispiel durch Paris oder Lissabon schlendert und dort ein tolles Angebot entdeckt.

Für alle Käufer gelten nun die gleichen Regeln

Die Vorstellung, dass an der Ladentür jemand kontrolliert, woher der Tourist kommt und ihn, wenn er kein Einheimischer ist, entweder gar nicht reinlässt oder in einen speziellen Raum mit ganz anderen Angeboten und anderen Preisen führt, klingt absurd - war aber im Online-Handel bisher gelebte Praxis. Ab heute kann sich der Web-Kunde quasi wie ein Online-Tourist ohne Einschränkungen auf den europäischen Händler- und Marktplatz-Webseiten frei bewegen. Allerdings auch mit den gleichen Hindernissen, wie wenn er persönlich dort wäre: Es gelten die Gesetze des jeweiligen Landes und auf der Seite sind Produktbeschreibungen oder AGBs in der Landessprache.

Spezielle Seiten für ausländische Käufer nicht ganz verboten

Umgekehrt dürfen die Händler für Online-Touristen auch weiterhin spezielle Seiten anbieten, die auf die Bedürfnisse der ausländischen Kunden zugeschnitten sind – allerdings muss der Kunde jetzt aktiv zustimmen. Diese Sonderseiten können vor allem bei der Lieferung der Ware hilfreich sein. Denn kauft der Kunde im Ausland, ist auch der Transport und mögliche Zollvorschriften seine Sache – eben genau so, wie wenn man zum Beispiel in Paris vier Kartons Wein kauft, sie anschließend aber auch selbst nach Hause bringen muss.

Sendung

B5 Wirtschaft und Börse

Autor
  • Wolfgang Zehentmeier
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