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Grenzenlos einkaufen: Europäer haben starke Verbraucherrechte | BR24

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Zollfrei, ohne Zusatzgebühren, Retouren ohne Begründung: Im internationalen Vergleich ist das Shoppen in der Europäischen Union besonders unkompliziert und mit vielen Verbraucherrechten verbunden - und das grenzüberschreitend.

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Grenzenlos einkaufen: Europäer haben starke Verbraucherrechte

Zollfrei, ohne Zusatzgebühren, Retouren ohne Begründung: Im internationalen Vergleich ist das Shoppen in der Europäischen Union besonders unkompliziert und mit vielen Verbraucherrechten verbunden – und das grenzüberschreitend.

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In Frankreich Wein kaufen, in Italien den Kaffeebereiter - und dann nach Hause bringen über die Grenze, ohne Beschränkung und Zoll: Was heute selbstverständlich ist, war es vor ein paar Jahrzehnten noch nicht. Zu verdanken ist der Wandel der Europäischen Union. Auch übers Internet lässt sich einfach grenzenlos einkaufen.

Verbot von "Geoblocking" stärkt Verbraucherrechte beim Online-Shopping

Auch wenn dafür Brüssel den Unternehmen mal die Grenzen aufzeigen muss. Beispiel: das sogenannte "Geoblocking". Bis vor kurzem konnte ein Online-Shop verhindern, dass Verbraucher von Deutschland aus beispielsweise auf dessen spanischer Internetseite ein Handy zum günstigen Preis kaufen konnten. Der Shop leitete die deutschen Verbraucher automatisch auf seine deutsche Seite, wo das Handy teurer war. Das ist jetzt verboten – denn es entsprach nicht der Idee eines europäischen Binnenmarktes.

Gerade beim Online-Shopping ist viel vereinheitlicht in der EU. Die Firmen sind verpflichtet, den Endpreis anzugeben – um Tricksereien und vorgegaukelten Lockangeboten vorzubeugen.

Kunden haben 14 Tage Rückgaberecht

EU-Bürger haben generell ein Rückgaberecht von 14 Tagen für Bestellungen im Internet. Eine Begründung für eine Retoure ist dabei nicht notwendig. Zum Vergleich: in den USA sind Retouren nicht gesetzlich geregelt, wie der Handelsexperte Christian Schulze von der Frankfurt School of Finance and Management sagt.

"Es gibt Händler in den USA, die nehmen Produkte gar nicht zurück. Andere verlangen Gebühren dafür, wenn Kunden Produkte zurückschicken." Christian Schulze, Frankfurt School of Finance and Management

Auch das Bezahlen geht mittlerweile ohne Probleme in Europa - besonders im Euroraum mit der Gemeinschaftswährung. Mit der IBAN lässt sich Geld ohne Probleme grenzüberschreitend überweisen. Zusatzgebühren beim Zahlen mit Kreditkarte sind nicht erlaubt.

Verbraucherschützer fordern mehr Transparenz

Aus Sicht von Verbraucherschützern könnte Brüssel aber noch mehr tun für die Konsumenten. So müssten diese verstehen können, wie Ergebnisse von Bewertungs- oder Vergleichsportalen zustande kommen oder warum ihnen ein abweichender Preis für ein Produkt angeboten wird als anderen, fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband.