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Google sperrt Ticketanbieter Viagogo als Werbekunden | BR24

© BR/Fabian Stoffers

Symbolbild Konzert

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    Google sperrt Ticketanbieter Viagogo als Werbekunden

    Die Ticketbörse Viagogo erscheint künftig nicht mehr in den Google-Suchergebnissen. Grund dafür sind Beschwerden und Klagen von Verbraucherschützern weltweit. Ab sofort nimmt Google keine bezahlten Suchmaschinenplatzierungen von Viagogo mehr an.

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    Google untersagt der umstrittenen Online-Ticketbörse Viagogo seit Mittwoch, Suchmaschinenwerbung zu schalten. Die Schweizer Ticket-Plattform verkauft begehrte Eintrittskarten für Konzerte oder Sportereignisse zu teilweise deutlich höheren Preisen. Das hat auch in Deutschland Kritik von Veranstaltern und Verbraucherschützern hervorgerufen. Die bayerische Verbraucherzentrale hatte Viagogo bereits verklagt.

    Wettbewerbsbehörde sieht Verstoß gegen den Verbraucherschutz

    Auch die britische Wettbewerbsbehörde CMA hat Viagogo mit weiteren rechtlichen Schritten gedroht. Die CMA erklärte, das Unternehmen habe auf mehrere Warnungen nicht angemessen reagiert. Die Behörde hatte moniert, wie Viagogo Informationen auf seiner Website präsentiert. Das Vorgehen verstoße gegen den Verbraucherschutz.

    Nun sieht sich auch Google gezwungen, gegen Viagogo vorzugehen:

    "Wenn Menschen unsere Plattform nutzen, um sich Tickets für Veranstaltungen zu bestellen, wollen wir sichergehen, dass sie den Anbietern bestmöglich vertrauen können. Daher haben wir strenge Regelungen und müssen eingreifen, wenn eine Seite gegen unsere Richtlinien verstößt," Stellungnahme von Google

    Viagogo weist jede Verantwortung für überhöhte Preise zurück

    Das Schweizer Unternehmen Viagogo weist die Vorwürfe zurück und sieht keinen Regelverstoß: "Wir sind sehr überrascht, von Googles Bedenken zu erfahren. Wir sind sicher, dass kein Verstoß gegen die Regeln vorliegt und arbeiten gern mit Google zusammen, um das Problem so schnell wie möglich zu lösen."

    Die Plattform bringe lediglich Käufer und Verkäufer zusammen, sagte ein Unternehmenssprecher. Der Preis werde vom Verkäufer festgesetzt. "Bei hoher Nachfrage und begrenztem Angebot steigen die Preise."