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Gewinn bei BMW geht zurück | BR24

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BMW konnte seine Verkäufe und den Umsatz im abgelaufenen Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigern. Doch der Gewinn ist auch im zweiten Quartal zurückgegangen. Der scheidende Vorstandschef Harald Krüger sieht den Konzern trotzdem auf Kurs.

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Gewinn bei BMW geht zurück

BMW konnte seine Verkäufe und den Umsatz im abgelaufenen Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigern. Doch der Gewinn ist auch im zweiten Quartal zurückgegangen. Grund seien unter anderem die hohen Vorleistungen für Forschung und Entwicklung.

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Der scheidende Vorstandschef Harald Krüger sieht BMW weiter auf Wachstumskurs, trotz des deutlichen Gewinnrückgangs im abgelaufenen Quartal. Er verweist auf die anziehenden Verkäufe. Dank zahlreicher neuer Modelle ist der Abstand zum schärfsten Wettbewerber Mercedes Benz seit Jahresbeginn kleiner geworden.

SUVs machen Hauptgeschäft aus

Das Absatzwachstum verdanken die Münchner in erster Linie der Entwicklung in China und der hohen Nachfrage nach SUVs. Krüger bestätigte die Jahresziele; Verantwortlich für die weitere Entwicklung wird aber demnächst der bisherige Produktionsvorstand Oliver Zipse sein, der ab Mitte August den Vorstandsvorsitz von Krüger übernimmt. Der scheidende Topmanager erklärte auf einer Telefonkonferenz:

Ich bin überzeugt: Die BMW Group ist robust, innovationsstark und gut aufgestellt für die komplexen Herausforderungen in einem volatilen Umfeld. Insgesamt war BMW mehr als 27 Jahre meine berufliche Heimat. Sie können sich vorstellen, dass die BMW Group immer einen Platz in meinem Herzen haben wird." Harald Krüger, Vorstandsvorsitzender BMW

Gewinn um knapp 30 Prozent eingebrochen

Krüger geht davon aus, dass die Zeiten für die Branche auch in den nächsten Jahren sehr herausfordernd bleiben. Er wünschte seinem Nachfolger Zipse viel Erfolg. Was der scheidende BMW-Chef künftig macht, wollte er noch nicht sagen.

BMW konnte den Umsatz um knapp drei Prozent auf 25,7 Milliarden Euro steigern. Unter dem Strich ist der Gewinn von BMW im abgelaufenen Quartal um knapp 29 Prozent eingebrochen, auf unter 1,5 Milliarden Euro.

Hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung

Als Grund für den Gewinnrückgang nennt der Vorstand hohe Vorleistungen für Forschung und Entwicklung sowie Investitionen in Sachanlagen. Wie die Konkurrenz geben die Münchner bei der Elektromobilität nun Vollgas. Bis 2023 sollen 25 Modelle mit Elektromotoren angeboten werden, mehr als die Hälfte davon rein elektrisch. BMW rechnet mit einer – wie es heißt – steilen Wachstumskurve bei den Elektroautos in den nächsten Jahren.

Im Gegensatz zu einigen Konkurrenten setzen die Münchner aber trotzdem weiterhin auf verschiedene Antriebstechnologien. Die regulatorischen Anforderungen und Kundenwünsche in den verschiedenen Märkten seien zum Teil sehr unterschiedlich, heißt es zur Begründung.