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Gewerbeimmobilien für 1,5 Milliarden Euro in Nürnberg verkauft | BR24

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Bildrechte: kister scheithauer gross Architekten und Stadtplaner

Nürnberg ist ein attraktiver Markt für Gewerbeimmobilien. Im vergangenen Jahr wurde Büros, Wohnanlagen und Gewerbeflächen in einem Wert von mehr als 1,5 Milliarden Euro verkauft, so der Marktbericht. Sorgenkinder sind Läden und Hotels.

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Gewerbeimmobilien für 1,5 Milliarden Euro in Nürnberg verkauft

Nürnberg ist ein attraktiver Markt für Gewerbeimmobilien. Im vergangenen Jahr wurde Büros, Wohnanlagen und Gewerbeflächen in einem Wert von mehr als 1,5 Milliarden Euro verkauft, so der Marktbericht. Sorgenkinder sind Läden und Hotels.

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Von
  • Michael Reiner

Im vergangenen Jahren sind in Nürnberg Gewebeimmobilien im Wert von mehr als 1,5 Milliarden Euro verkauft worden. Das geht aus dem Marktbericht hervor, den das städtische Wirtschaftsreferat gemeinsam mit der Immobilienfirma Küspert & Küspert und der Sparkasse Nürnberg veröffentlicht hat. Trotz der Corona-Krise sei Nürnberg weiterhin ein attraktiver Markt für Gewerbeimmobilien. "Die Summe von 1,5 Milliarden Euro liegt weit über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre", sagte Wolfgang Küspert. Auch wenn der Rekordwert des Jahres 2019 bedingt durch die Corona-Pandemie nicht erreicht werden konnte.

300 Millionen für Teil des Quelle-Zentrums

Den größten Anteil am Markt hatte im vergangenen Jahr der Verkauf von großen Büro- und Gewerbeimmobilien. Für rund 300 Millionen Euro wurde ein Teil des ehemaligen Quelle-Versandzentrums an der Fürther Straße verkauft. Auf einer Fläche von insgesamt 50.000 Quadratmetern entstehen vor allem Büros. Die Stadt Nürnberg will dort Dienststellen des Sozialamts unterbringen. Als weitere große Verkäufe nannte Küspert:

  • ein Bürogebäude auf dem früheren AEG-Gelände, das für 130 Millionen Euro den Besitzer wechselte,
  • das ehemaligen GfK-Areals mit einer Fläche von 3,5 Hektar am Nordring. Die Umweltbank zahlte dafür 30 Millionen Euro und will hier ihre Unternehmenszentrale und Wohnungen errichten,
  • das Schöller-Areal mit einer Fläche von 90.000 Quadratmetern. Hier sind Nutzungen für Logistik, Produktion, Industrie und Büros angedacht. Käufer war die alpha-Gruppe, die einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag dafür ausgab,
  • das Gebäude des Heimatministeriums am Lorenzer Platz mitten in der Innenstadt. Ein Privatinvestor verkaufte es für rund 25 Millionen Euro an einen Immobilienfonds; Mieter bleibt der Freistaat.

Große Anleger investieren in Wohnungen

Eine wichtige Rolle auf dem Nürnberger Immobilienmarkt spielt nach den Worten Küsperts auch der Sektor Wohnen. So wurden im vergangenen Jahr rund 500 Millionen Euro in sogenannte institutionelle Wohnbauprojekte investiert. Dies seien Anlagen mit mehr als zehn Mietwohnungen. Nürnbergs Wirtschaftsreferent Michael Fraas (CSU) betonte dabei, dass zunehmend institutionelle Anleger wie große Versicherungen in den Bau von geförderten Wohnungen einstiegen. Der Bedarf an günstigen Wohnraum sei weiter steigend. Die Anleger hätten sich mit ihrem Investment in Sozialwohnungen für eine langfristige Strategie entschieden.

Kein neues Hotel-Projekt

Sorgenkinder sind laut des Marktberichts die Bereiche Einzelhandel und Hotellerie. Der Handel habe im Nonfood-Bereich coronabedingt mit Leerständen zu kämpfen. Außerdem kam im vergangenen Jahr kein einziges Hotelprojekt in Nürnberg auf den Markt. Im Vorjahr waren es noch fast ein Dutzend. "Hier sind wir in einem großen Umbruch", sagte Fraas.

Rendite sinkt

Mit Immobilien können Investoren nach den Daten aus dem Marktbericht in Nürnberg weiterhin Geld verdienen. Auch wenn die Rendite von Immobilieninvestments leicht gesunken sei, sagte Küspert. "Grund dafür ist, dass die Kaufpreise für Immobilien in Nürnberg derzeit schneller steigen als die Mieten, die aus den entsprechenden Objekten realisiert werden können."

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