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Getränkeindustrie fürchtet Kampf um alte Plastikflaschen | BR24

© Ralf Schmidberger/BR

Plastikflaschen-Recycling: Getränkeindustrie fürchtet Kostenschub

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Getränkeindustrie fürchtet Kampf um alte Plastikflaschen

Ab 2025 soll jede PET-Einwegflasche zu einem Viertel aus recyceltem Plastik bestehen. Damit folgt die Bundesregierung einer EU-Richtlinie. Die Hersteller verwenden bereits viel Altplastik. Doch sie fürchten einen Kostenschub.

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Von
  • Ralf Schmidberger

Eigentlich könnte sich die deutsche Getränkeindustrie entspannt zurücklehnen: Bereits jetzt werden nach Daten der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung die PET-Flaschen hierzulande im Schnitt mit rund 30 Prozent Altplastik hergestellt – sie übertreffen also schon die vorgesehene Quote von 25 Prozent. Die Firmen fürchten allerdings, dass es künftig teurer werden wird.

Erhöhte Auslandsnachfrage nach aufgearbeitetem Plastik erwartet

Geschredderte alte Plastikflaschen sind heiß begehrt: Sie werden für allerlei Verpackungen verwendet. Und Textilunternehmen machen daraus zum Beispiel Fleece-Stoffe. Wenn nun in ganz Europa die PET-Flaschen zu einem großen Teil aus Recycling-Material bestehen müssen, wie es eine EU-Richtlinie fordert, steigt wohl aus dem Ausland die Nachfrage. Denn in den meisten europäischen Ländern gebe es noch keine so intakte Kreislaufkultur wie in Deutschland, heißt es beim Sekundärrohstoffe-Verband.

Getränkeindustrie setzt auf PET - trotz höherer Kosten

Schon jetzt kostet aufgearbeitetes Plastik rund ein Drittel mehr als neues PET. Dennoch setzen immer mehr Unternehmen auf Altplastik – schon allein weil Nachhaltigkeit im Trend liegt. So hat der Cola-Hersteller Pepsico jüngst bekanntgegeben, als erstes Unternehmen in Deutschland bis Ende des kommenden Jahres seine Getränke ausschließlich in recycelten Flaschen abzufüllen.